Führung Generation Z: So kommunizierst du effizient mit der Gen Z am Arbeitsplatz

Führung Generation Z? Jüngere Angestellte haben ihre eigenen Vorlieben und Gewohnheiten – und es lohnt sich, sich mit ihnen vertraut zu machen.

Führung Generation Z

Der Umgang mit Millenials ist für Unternehmen mittlerweile normal geworden, aber die Führung von Generation Z fällt manchen noch schwer. Dabei geht es um diejenigen, die nach 1996 geboren sind und mittlerweile fast ein Viertel der weltweiten Arbeitskräfte ausmachen.

Auf den ersten Blick haben Millenials und Generation Z so einiges gemeinsam. Beide Generationen sind sehr vielfältig, sie sind Digital Natives und ihnen ist wichtig, dass ihr Arbeitgeber zu positiven Entwicklungen in der Gesellschaft beiträgt. Außerdem legen sie viel Wert auf gute Kommunikation. Eine Studie der Bellevue University zeigte, dass Personen, die der Generation Z oder den Millennials zugerechnet werden, eine gute Kommunikationsfähigkeit als wichtigste bevorzugte Eigenschaft von Führungskräften nennen.

Was gute Kommunikation bedeutet, definieren beide Generationen allerdings sehr unterschiedlich. Unternehmen können bei der Führung von Generation Z Schwierigkeiten bekommen, wenn sie einfach davon ausgehen, die jungen Angestellten hätten die gleichen Wünsche wie ihre etwas älteren Vorgänger*innen. Wer nicht weiß, was sie von der Kommunikation am Arbeitsplatz erwarten, tritt schnell in Fettnäpfchen oder erzeugt Verwirrung.

Die folgenden vier Punkte sollen dir bei der effektiven Kommunikation und gelungenen Führung von Generation Z behilflich sein.

Führung Generation Z: So kommunizierst du effizient mit der Gen Z am Arbeitsplatz

1. Persönliche Kommunikation nicht unterschätzen

Ein typisches Vorurteil lautet, die Generation der Digital Natives würde lieber tweeten oder Textnachrichten schicken, als Gespräche von Angesicht zu Angesicht zu führen. Eine Umfrage von Yello zeigt, wie falsch diese Annahme ist: Ganze 51 % der Arbeitskräfte der Gen Z kommunizieren vorzugsweise von Angesicht zu Angesicht und nur 25 % unterhalten sich lieber digital.

Was bedeutet das für dich? Stell sicher, dass du ausreichend Zeit für gute persönliche Gespräche mit jüngeren Angestellten einplanst, damit du sie wirklich kennenlernst. Laufe gelegentlich an ihren Schreibtisch, um neue Infos zu einem Projekt zu überbringen oder zu fragen, wie es läuft, anstatt einfach eine Mail zu senden.

So baust du nicht nur eine bessere Beziehung auf, sondern auch gegenseitiges Vertrauen. Generation Z vertraut Autoritätspersonen nicht so schnell wie andere Generationen: Du musst dir ihr Vertrauen erarbeiten.

2. Feedback ist nicht nur willkommen, sondern erwünscht

Während sich einer Studie von Randstad zufolge weniger als die Hälfte der Millennials (47 %) regelmäßiges Feedback und Mentoring von ihren Manager*innen wünschen, sind es bei Angestellten der Gen Z bereits 69 %. In anderen Worten: Arbeitskräfte aus der Generation Z wollen durchgehend wissen, wo sie stehen, und die Führungskräfte und Mentor*innen haben die Aufgabe, sie darüber zu informieren.

Wenn Angestellte der Gen Z ausschließlich bei jährlichen Performance-Reviews Feedback bekommen, ist das eindeutig zu wenig. Du kannst das auf einfache Weise ändern, indem du in die alltäglichen Gespräche mit deinen Angestellten mehr Informationen zu ihrer Leistung einflechtest. Eine weitere Möglichkeit bietet Technologie, die natürlichere Gelegenheiten für entsprechende Gespräche in Echtzeit bietet:

  • Software zur Mitarbeiterbeurteilung mit Funktionen für kontinuierliches Feedback ermöglicht es sowohl Angestellten als auch dem Management, regelmäßig Feedback zur eigenen Leistung anzufordern und zu erhalten.
  • Anwendungen zur Mitarbeiteranerkennung bieten Unternehmen einen Instagramm-ähnlichen Feed, in dem Angestellte sich gegenseitig zu ihren Errungenschaften gratulieren können und besondere Arbeitsleistungen unternehmensweit sichtbarer werden.
  • Mit Lernplattformen (LMS) kann das Management Schulungsinhalte für Angestellte bereitstellen, mit denen sie neue Fähigkeiten entwickeln oder bestehende Schwächen ausgleichen können.
Führung Generation Z mit SmarterU LMS
Kursliste in SmarterU LMS (Quelle)

Wechsle zwischen verschiedenen Arten des Feedbackgebens, damit deine Gen Z-Mitarbeiter*innen über ihre Leistung auf dem Laufenden bleiben, ohne dass die Gespräche unangenehm werden oder du von oben herab zu ihnen sprichst.

3. Kommunikation in beide Richtungen ermöglichen

So sehr die talentierten Köpfe der Generation Z Feedback von anderen schätzen, sie wollen trotz allem nicht, dass diese Gespräche nur in eine Richtung gehen. 44 % der Arbeitskräfte der Gen Z wünschen sich einer Studie vom Workforce Institute zufolge Vorgesetzte, die ihren Ideen zuhören und zeigen, dass sie ihre Meinung schätzen.

In einem neuen Job fühlen sich einige möglicherweise noch nicht sicher genug, ihre Gedanken offen kundzutun, aber du solltest ihnen unbedingt regelmäßig Gelegenheit dazu geben, damit sie sich als wichtigen Teil des Teams wahrnehmen. Frag bei Brainstorming-Sitzungen nach ihren Vorschlägen. Frag sie, was sie über ein Projekt denken oder was sie gerne einbringen möchten, damit sie sehen, dass dir ihre Meinung wichtig ist. Achte außerdem darauf, dass alle Kanäle, über die du Feedback gibst, auch offen dafür sind, Feedback zu erhalten.

Stell unbedingt sicher, dass alle wissen, an wen sie sich bei ernsthaften Problemen wie Mobbing oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz wenden können. Zeige deutlich, dass das Büro für alle ein sicherer Ort sein soll, in dem sie auch über schwierige Situationen offen sprechen können.

4. Schnell auf den Punkt kommen und visuell kommunizieren

Generation Z scheint mit ihrer Aufmerksamkeit noch stärker hin- und herzuspringen als die Millennials:

Personen der Generation Z sind hervorragend im Multitasking und sehr selektiv darin, welche Informationen sie aufnehmen und behalten, was ihnen durchaus Vorteile bringt. Gleichzeitig kann es passieren, dass wichtige Informationen nicht bei ihnen ankommen, wenn du sie auf ungünstige Weise kommunizierst.

Sprich daher mit ihnen als Erstes über die zentralen Punkte oder Anliegen, bevor du dich in weniger relevanten Details verlierst. Angestellte der Gen Z schätzen es, wenn schriftliche Kommunikation ansprechend gestaltet wird. Liste beispielsweise die wichtigsten Informationen als übersichtliche Stichpunkte auf oder hebe sie fett hervor, sodass auf den ersten Blick ersichtlich ist, was für die Empfänger relevant ist.

Noch effektiver sind visuelle Elemente. Einer Studie von Pearson zufolge verbringen Personen der Generation Z mehr Zeit mit dem Konsumieren visueller Medien und Videos als Millennials und teilen diese Inhalte auch häufiger in sozialen Medien. Tatsächlich ist YouTube die zweitbeliebteste Lernmethode der Gen Z, direkt nach dem persönlichen Lernen mit Lehrpersonen.

Ob Whiteboards bei Brainstorming-Sitzungen (physisch oder virtuell) oder Diagramme, GIFs und Zeichnungen in E-Mails und anderen Kanälen: Visuelle Kommunikationsmittel bieten sich in vielen Situationen an und passen dazu, wie Generation Z im Alltag Inhalte konsumiert.

Führung Generation Z mit Mural
Virtuelle Notizzettel in einem Teammeeting in Mural (Quelle)

Führung Generation Z: Trends nicht blind befolgen

Wir haben nun einiges dazu geschrieben, welche Kommunikationsvorlieben die Generation Z von vorherigen Generationen unterscheiden. So nützlich und wichtig diese Überlegungen auch sind, es kann gefährlich sein, ihnen einfach blind zu folgen.

Auch Angestellte einer bestimmten Altersgruppe sind schließlich Individuen mit einzigartigen Wünschen und Bedürfnissen, die sich stark von denen Gleichaltriger unterscheiden können. Herkunft und Hintergrund einer Person sowie ihre Position im Unternehmen können für ihre Kommunikation eine mindestens genau so große Rolle spielen wie ihr Alter. Wer Trends der Gen Z unhinterfragt im Unternehmen umsetzt, schafft möglicherweise neue Probleme, wenn die Annahmen nicht mit den tatsächlichen Erwartungen der Angestellten übereinstimmen.

Auch hier ersetzt nichts das persönliche Gespräch mit der Belegschaft, über das sich erst herausfinden lässt, welche Wünsche zu Kommunikation und Feedback bestehen und was die Angestellten brauchen, um produktiv und motiviert zu sein. Nur wer diese Fragen direkt stellt, findet heraus, wie stark die eigenen jungen Arbeitskräfte vielleicht von der „Norm“ der allgemeinen Empfehlungen abweichen und welche guten Ideen sie zusätzlich einbringen können.

Über Plattformen für das Mitarbeiterengagement kannst du über automatisierte Kurzumfragen regelmäßig Feedback deiner Angestellten einholen und deine Richtlinien und Praktiken nach Bedarf anpassen.

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Haftungsausschluss

Die in diesem Artikel ausgewählten Anwendungen dienen als Beispiele, um Funktionen im Kontext zu präsentieren. Dies stellt keine Empfehlung dar. Die Informationen stammen aus Quellen, die wir als vertrauenswürdig beurteilen.