Die 4 Top Digital Marketing Trends für 2020

Trends kommen und gehen. Im Online Marketing bedeutet das, schnell zu sein. Sich dort aufzuhalten, wo sich die Zielgruppen befinden, um ihnen dort das zu bieten, wonach sie verlangen. Denn nichts ist schlechter für das Marketing, als Trends zu verschlafen und seine Zielgruppe(n) nicht zu erreichen.

Digital Marketing Trends 2020 Header Image

Doch welche Trends werden 2020 kommen und worauf sollten Sie sich als Marketer jetzt schon vorbereiten?

1. TikTok, Instagram & LinkedIn werden Teil der Marketingstrategie

Wie auch in den vergangenen Jahren entwickeln sich soziale Netzwerke weiter. Absoluter Trend ist aktuell TikTok. Rund 4,1 Mio. Deutsche nutzen die App pro Monat für rund 39 Minuten täglich, wie futurebiz aufführt. Die Plattform wächst explosionsartig und ist zusammen mit Instagram der Überflieger in Sachen Wachstum bei den sozialen Netzwerken, wie die ARD/ZDF Onlinestudie feststellt. Kurzweilige Videoformaten verbunden mit der Möglichkeit in Communities zu interagieren sind Trend. Gerade die Generation Z ist hier aktiv. Die Altersgruppe der 16- bis 24-jährigen ist für viele Unternehmen hochattraktiv. Wer die Plattformen noch nicht näher betrachtet und ausprobiert hat, sollte das 2020 im Hinblick auf sein Online Marketing auf jeden Fall tun. Zielgruppen warten nicht.

LinkedIn ist mehr als nur das neue Xing. Die Plattform ist klar auf den Dialog ausgerichtet und bietet hervorragende Möglichkeiten, sich als Experte zu etablieren. Gerade im Bereich der Corporate Influencer haben Sie als Marketer die Möglichkeit, Ihre Expertise zu zeigen. Dabei sollten Sie allerdings darauf verzichten, über Ihr Unternehmen und Produkte/Dienstleistungen zu sprechen.

Der Journalist Falk Hedemann bringt es auf den Punkt.
„LinkedIn ist längst keine Jobbörse mehr, sondern eine Bühne für Thought Leader, ein Content Hub und eine digitale Diskussionsplattform mit reger Interaktion. Für Unternehmen und Marken ist LinkedIn damit aktuell eine echte Alternative zu Facebook.

Und LinkedIn fördert einen weiteren Trend: Markenbotschafter oder Corporate Influencer! Denn anders als bei Facebook sind die Unternehmensseiten beim Business-Netzwerk fast bedeutungslos. Hier geht alles über Personen und deren aktives Wirken.“

Zeigen Sie stattdessen, dass Sie über Branchenwissen verfügen und gehen Sie auf Fragen in den verschiedenen Gruppen ein – oder noch besser, verfassen Sie Artikel zu den Themen, die Ihre Zielgruppen interessieren. Vernetzen Sie sich mit den relevanten Personen aus Ihrer Branche. Online Marketing bedeutet nicht nur Newsletter, Postings und E-Books zu veröffentlichen, sondern auch persönlich zu überzeugen.

2. Voice Search (Sprachbasierte Suche)

Alexa und Siri sind die besten Beispiele dafür, wie mittels Sprachassistenten Suchanfragen funktionieren. Die Funktion könnte „zum Standard in der Suche werden“, so onlinemarketing.de. Allerdings sind nur die wenigsten Unternehmen darauf vorbereitet und verschenken hier viel Potenzial um die eigene sowie zukünftige Zielgruppen zu erreichen und zu bedienen. Gerade auch Personen, die über eine Sehbehinderung verfügen, können hier serviceorientiert abgeholt werden. Ein Markt, den bisher wenige im Blick haben und der enorme Wachstumschancen bietet.

Die Entwicklung zeigt, dass der Bedarf nach sprachbasierter Suche wächst und auch in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung immer relevanter wird. Denn der Mensch möchte in seinem Alltag möglichst so agieren, wie wir es mit anderen Menschen und in unserer Umwelt tun. Die Sprache ist eine einfache und effiziente Form der Kommunikation und der Bedienung. Im besten Fall verstehen uns Sprachassistenten in Zukunft wie ein echter Mensch und können uns mit Informationen aus dem Internet weiterhelfen. Diesen Service in seinem eigenen Angebot und damit im Marketing zu platzieren ist also der nächste logische Schritt, um seine Kunden anzusprechen und zu bedienen. Einen sehr guten und ausführlichen Artikel zu diesem Thema haben die Kollegen bei trustedshops mit Voice Search! Was ist das & wie können Sie davon profitieren? veröffentlicht.

3. Influencer Marketing – Gekommen um zu bleiben

Die Arbeit mit Influencern war in den letzten Jahren von ziellosen Kampagnen geprägt. Da wurden Produkte von Instagramstars und -sternchen einfach ohne Bezug zur Marke in die Kamera gehalten. Inzwischen zeichnet sich ein neues Bewusstsein in der Arbeit mit Influencern ab. Der Trend geht zu Micro- und Nano-Influencern.

Personen die zwischen 500 bis 10.000 Follower haben und nachhaltig für das stehen, was sie ausmacht. Es geht nicht um Reichweite, sondern um Glaubwürdigkeit und Interaktion mit der Zielgruppe. Ein weiterer Vorteil ist, das diese Influencer günstiger zu haben sind als die großen ihrer Zunft. Bei denen bleibt sowieso die Frage, ob man mit jemanden zusammenarbeiten will, der für Geld so ziemlich alles in die Kamera hält und deswegen die angebliche Bindung zu einer oder nur bestimmten Marken unglaubwürdig ist.

Grundsätzlich wird das Thema Zusammenarbeit wichtiger. Es geht darum, langfristige Beziehungen aufzubauen und diese zu halten. So werden Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die eigene Marke gestärkt. Das Unternehmen Les Lunes, dass sich als Influencer die Schauspielerin Jana Juli Schölermann und die Reiterin Lisa Röckener ausgesucht hat, steht aktuell für diese Variante. Die Zusammenarbeit läuft seit einiger Zeit und beide werben nur für ausgewählte und sehr langfristige Partner. Beide Personen sind sehr tierlieb und werden von den Usern für ihre ehrliche Art geschätzt. Her hat das Modelabel Les Lunes, das Bekleidung aus Bambusfasern vertreibt, sehr gute Möglichkeiten, seine Mode als vegan und nachhaltig zu präsentieren.

Gerade bei der Zielgruppe junge Frauen, die modisch gekleidet sein wollen ohne die Umwelt zu belasten, kommt diese Influencerkampagne sehr gut an.

Der Vorteil ist, das man sich seitens der Hersteller auf eine bestimmte Zielgruppe konzentriert, der Streuverlust gering ist und die Return of Invest genau nachgehalten werden kann.

4. Nutzer generierter Content

Das Wertvollste, das ein Unternehmen oder eine Marke in der Kommunikation erzielen kann, ist Content, der von den Nutzern selbst erstellt wird. Und zwar ohne dass dahinter Mediabudget steht. User Generated Content ist praktisch der Ritterschlag für jedes Unternehmen, denn dieser Content erzielt rund 6,9 mal mehr Interaktionen als Inhalte, die von Unternehmen erstellt wurden. Als Marketer müssen Sie keinen eigenen Content erstellen. Er belastet ihr Budget nicht und ist authentischer in den Augen der Nutzer. Ihre Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Bauen Sie sich eine Community auf, treten Sie mit Ihren Nutzern in Kontakt und vor allem teilen Sie deren Inhalte! Letzteres sorgt für Aufmerksamkeit und zeigt Wertschätzung.

Schaffen Sie Anreize, um über Sie zu berichten. Das können tolle Events sein, Vergünstigungen oder das gute alte Preisausschreiben. Schaffen Sie Möglichkeiten, um sich gezielt auszutauschen, wie beispielsweise eine Gruppe auf Facebook. Bieten Sie damit gleichzeitig auch Fans an, andere Fans zu finden. Moderieren Sie diese und helfen Sie bei Fragen. So haben Sie direkten Zugriff auf Ihre Zielgruppen und erleichtern ihnen den Kontakt zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung.

Infografik-Digital Marketing Trends

Suchst du Marketing-Automation Software? Wirf einen Blick auf unsere Liste mit den besten Marketing-Automation Tools!