Projektmanagement-Werkzeuge: Wie du den richtigen Projektmanagement-Stack für dein Unternehmen aufbaust

Projektmanagement-Werkzeuge für deinen Projektmanagement-Stack

Der erste Schritt hin zu einem effizienten Projektmanagement-Team ist die Auswahl der richtigen Projektmanagement-Werkzeuge.

Projektmanagement-Werkzeuge: Wie du den richtigen Projektmanagement-Stack für dein Unternehmen aufbaust

Jedes Projekt ist anders, und das gilt auch für Projektteams: Jedes hat seine eigenen Arbeitsweisen, Prozesse und Kommunikationsstile.

Agile Projektteams sind sehr kommunikativ und arbeiten mit häufigem Feedback und Revisionen. Teams, die nach der Wasserfallmethode arbeiten, kommunizieren tendenziell weniger, aber konzentrieren sich stark auf die Planung und stellen sicher, dass die Erwartungen von Anfang an klar sind.

Selbst zwischen Teams, die dieselbe Projektmanagement-Methode einsetzen, kann es große Unterschiede geben, beispielsweise Vorlieben für Kanban oder Scrum.

Daher kann kein Projektmanagement-Tool als Universallösung für alle Teams dienen. Unternehmen sollten ihren eigenen Projektmanagement-Stack aufbauen, der sich nahtlos in die Prozesse und Arten der Zusammenarbeit der verschiedenen Teams einfügt.

Was ist ein Projektmanagement-Stack?

Beim Projektmanagement-Stack handelt es sich um die Zusammenstellung verschiedener Projektmanagement-Werkzeuge, mit denen Teams Projekte effektiv managen. Diese Softwarelösungen können für einen reibungslosen Datenaustausch miteinander integriert werden. So verschwenden die Teams keine Zeit mit repetitiven Datenerfassungsaufgaben und können sich auf strategischere Projektanforderungen konzentrieren.

Gut zusammengestellte Projektmanagement-Werkzeuge können zahlreiche typische Probleme von Projektteams verhindern, beispielsweise eine schlechte Planung, Kommunikationsverzögerungen oder Fehlschläge aufgrund eines unzureichenden Risikomanagements.

Vor dem Zusammenstellen eines geeigneten Projektmanagement-Stacks gilt es, die aktuelle Unternehmensgröße zu analysieren (Angestellte und Umsatz), die Komplexität der Projekte zu betrachten und sich einen strategischen Überblick über die am Markt verfügbaren Projektmanagement-Werkzeuge zu machen.

Dieser Artikel soll bei den ersten Schritten helfen und die wichtigsten Überlegungen bei der Auswahl aufzeigen.

Die Themen dieses Artikels:

  • Projektmanagementprozesse evaluieren
  • 3 Grundlagen für einen soliden Projektmanagement-Stack
  • Wie arbeiten die Tools zusammen?
  • Überlegungen beim Vergleich von Projektmanagement-Software

Projektmanagementprozesse evaluieren

Bevor du deinen Projektmanagement-Stack näher planen kannst, musst du zunächst die Projektmanagement-Anforderungen deines Teams überblicken.

Dabei kann die folgende Übung helfen:

Organisiere ein Meeting mit dem Projektmanagement-Team, um über die bestehenden Projektmanagementprozesse und -werkzeuge zu sprechen. Notiere auf einem Whiteboard (oder einem digitalen Whiteboard bei Remote-Teams) und auf Haftnotizen und Flowcharts (wie im Beispiel unten) jeden einzelnen Schritt und visualisiere die Prozessabläufe.

Visualisierte Projektpläne auf einem digitalen Whiteboard in MyDraw
Visualisierte Projektpläne auf einem digitalen Whiteboard in MyDraw (Quelle)

Bitte anschließend deine Teammitglieder, die Schritte und Arbeitsabläufe zu nennen, bei denen sie vor Herausforderungen stehen. So kannst du Engpässe identifizieren, die der Effizienz deines Teams schaden, beispielsweise manuelle Prozesse oder ineffektive Kommunikationsabläufe.

Auf die Lösung genau dieser Herausforderungen solltest du dich bei der Auswahl von Projektmanagement-Software konzentrieren.

3 Grundlagen für einen soliden Projektmanagement-Stack

Zur Kategorie der Projektmanagement-Software gehören zahlreiche unterschiedliche Lösungen, zum Beispiel Tools für das Anforderungsmanagement oder Remote-Arbeitssoftware. Verschaffe dir einen Überblick und wähle die richtigen Projektmanagement-Werkzeuge, indem du dich auf drei Kernbereiche konzentrierst: Planung, Überwachung und Zusammenarbeit.

  1. Planung

In dieser Anfangsphase kalkuliert die Projektleitung die Zeit, das Budget und die menschlichen Fähigkeiten, die zur Projektdurchführung benötigt werden. Hierfür braucht sie Projektplanungstools, mit denen wichtige Aufgaben priorisiert und den richtigen Personen zugewiesen werden können.

Dafür werden zwei Arten von Projektmanagementlösungen benötigt: Projektplanungssoftware und Ressourcenmanagement-Software.

 Was ist Projektplanungssoftware?

Mit Projektplanungssoftware kann das Projektteam die kritischen Projektpfade aufzeichnen. Dabei werden Projekte in eine Abfolge von Aufgaben aufgeteilt und die nötige Zeit für deren Erledigung abgeschätzt.

Häufig umfasst die Software Funktionen wie Gantt-Diagramme, Kalender, Ressourcenplanung und Kommunikationstools. Zusätzlich kann es Funktionen für die Aufgabenverwaltung, Budgetierung und Ausgabenverfolgung geben.

Wobei hilft Projektplanungssoftware?

  • Die Zeitachse des Projekts auf einem Kalender visualisieren
  • Aufgabenprioritäten und abhängige Aufgaben identifizieren
  • Risiken und Engpässe erkennen
  • Mit Teammitgliedern über Projektzeitpläne kommunizieren

Wann benötigst du Projektplanungssoftware?

Dein Unternehmen sollte über Projektplanungssoftware nachdenken, wenn dein Team ein Tool zum Verwalten von Aufgabenprioritäten sucht, damit Projekte rechtzeitig und im Rahmen des verfügbaren Budgets fertig werden.

Darstellung zentraler Projektabläufe mit Gantt-Diagrammen in Wrike
Darstellung zentraler Projektabläufe mit Gantt-Diagrammen in Wrike (Quelle)

Weitere Informationen zu Projektplanungssoftware:

Was ist Ressourcenmanagement-Software?

Mit Ressourcenmanagement-Software können Unternehmen die Fähigkeiten und die Verfügbarkeit von Angestellten effektiv verwalten. Die Software dient dazu, die Zuteilung von Personen (Ressourcen) zu einem Projekt zu planen und zu optimieren. Zentrale Funktionen sind Mitarbeiterplanung, Qualifikationsabgleich, Personalprognosen und Stundenzettel-Management.

Wobei hilft Ressourcenmanagement-Software?

  • Personalzuweisung zu Projekten planen
  • Vorhandenes oder noch benötigtes qualifiziertes Personal überblicken
  • Von Angestellten zur Erledigung von Aufgaben benötigte Zeit verfolgen

Wann benötigst du Ressourcenmanagement-Software? 

Dein Unternehmen sollte über Ressourcenmanagement-Software nachdenken, wenn deine Teammitglieder an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten und mit Arbeit überhäuft werden. Mit der Software kann die Projektleitung Engpässe und Konflikte bei der Arbeitszuweisung erkennen.

Aufgaben und zeitliche Einteilung von Angestellten in ProWorkflow
Aufgaben und zeitliche Einteilung von Angestellten in ProWorkflow (Quelle)

Weitere Informationen zu Ressourcenmanagement-Software:

  1. Überwachung

Die kontinuierliche Überwachung von Projektmeilensteinen und -zielen ist unverzichtbar, wenn Projektpläne erfolgreich umgesetzt werden sollen. Mit Projektüberwachungstools kannst du alle wichtigen Ergebnisse im Blick behalten.

Besonders entscheidend sind Projekttracking-Software und Software für die Zeit- und Spesenerfassung.

 Was ist Projekttracking-Software?

Mit Projekttracking-Software können Unternehmen verschiedene Bereiche eines Projekts nachverfolgen, beispielsweise Zeitplan und Budget. Die Software bietet fortgeschrittene Berichtsfunktionen, um Daten zu visualisieren und Projekt-KPIs zu messen.

Wobei hilft Projekttracking-Software?

  • Den Status von Projektzeitplänen und Meilensteinen im Blick behalten
  • Die Ressourcenauslastung visualisieren
  • Entscheidungen anhand von Erkenntnissen aus der früheren Projekt-Performance treffen

Wann benötigst du Projekttracking-Software? 

Dein Unternehmen sollte über Projekttracking-Software nachdenken, wenn deine Projektmanager*innen Scope Creep feststellen, also eine schleichende Erweiterung des Projektumfangs oder -budgets. Mit der Software können wichtige Projektmetriken kontinuierlich überwacht und die bisherige Performance analysiert werden, um zukünftige Projektpläne zu optimieren.

Projektberichte in einem Analyse-Dashboard in Clarizen
Projektberichte in einem Analyse-Dashboard in Clarizen (Quelle)

Weitere Informationen zu Projekttracking-Software:

 Was ist Software für die Zeit- und Spesenerfassung?

Software für die Zeit- und Spesenerfassung wird genutzt, um die für Aufgaben und Projekte aufgewendete Zeit und die projektbezogenen Kosten zu verfolgen. Sie bietet Funktionen wie Zeiterfassungstools, Ausgaben-Tracking und projektbasierte Buchhaltung, um Rechnungen für Kunden zu erstellen und unnötige Projektkosten zu identifizieren.

Wobei hilft Software für die Zeit- und Spesenerfassung?

  • Arbeitszeiten der Angestellten im Blick behalten
  • Material- und Reisekosten im Zusammenhang mit Projekten nachverfolgen
  • Die Auslastung von Angestellten über Berichte analysieren

Wann benötigst du Software für die Zeit- und Spesenerfassung? 

Dein Unternehmen sollte über Zeit- und Spesenerfassungstools nachdenken, wenn dein Team an Kundenprojekten beteiligt ist, die auf Stundenbasis abgerechnet werden.

Zeiterfassung und Spesenmanagement in Hubstaff 
Zeiterfassung und Spesenmanagement in Hubstaff (Quelle)

Weitere Informationen zu Software für die Zeit- und Spesenerfassung:

  1. Zusammenarbeit

Der Erfolg eines Projekts hängt stark davon ab, wie effektiv die Teammitglieder zusammenarbeiten. Spezielle Software für die Zusammenarbeit kann dabei einen großen Unterschied machen. Wenn du Software für die Zusammenarbeit zu deinem Projektmanagement-Stack hinzufügen willst, achte darauf, dass du kein Geld für unnötige Software ausgibst: Es gibt unzählige verschiedene Lösungen von Community-Software bis hin zu Social-Networking-Software.

Unten haben wir zwei grundlegende Tools für Projektzusammenarbeit, Teamkommunikation und Dokumentenverwaltung aufgeführt.

 Was ist Software für die Teamkommunikation?

Software für die Teamkommunikation hilft Teams, Verzögerungen in der Kommunikation zu vermeiden, die zu verpassten Deadlines führen könnten. Zu den üblichen Funktionen gehören Privat- und Gruppenchats, Anrufe und Videoanrufe, Bildschirmfreigaben und Dateiübertragungen.

Wobei hilft Software für die Teamkommunikation?

  • Nachrichten und Dateien an Einzelpersonen und Gruppen senden
  • Bildschirme und Präsentationen übertragen
  • Anrufe und Videoanrufe über Computer oder mobile Apps tätigen

Wann benötigst du Software für die Teamkommunikation? 

Dein Unternehmen sollte über Kommunikationstools nachdenken, wenn dein Team von verschiedenen Orten aus arbeitet (beispielsweise im Homeoffice) oder an Projekten beteiligt ist, die eine ständige Kommunikation erfordern, um Zweifel zu klären, Ideen zu brainstormen oder Neuigkeiten mitzuteilen.

Team-Chat in Slack 
Team-Chat in Slack (Quelle)

Weitere Informationen zu Kommunikationssoftware:

 Was ist Dokumentenmanagementsoftware?

Dokumentenmanagementsoftware unterstützt Unternehmen dabei, eine durchsuchbare und organisierte Ablage mit projektbezogenen Dokumenten und Aufzeichnungen zu erstellen. Mit Funktionen wie Indexierung, Berechtigungsverwaltung und Dokumentenveröffentlichung können Unternehmen Dokumente erstellen, bearbeiten und verschiedene Versionen in organisierten digitalen Bibliotheken speichern.

Wobei hilft Dokumentenmanagementsoftware?

  • Eine digitale Ablage für Dokumente erstellen
  • Sensible Informationen in einem sicheren Portal aufbewahren
  • Den Benutzerzugriff auf Projektinformationen kontrollieren

Wann benötigst du Dokumentenmanagementsoftware? 

Dein Unternehmen sollte über Dokumentenmanagementsoftware nachdenken, wenn dein Team mit vielen sensiblen Informationen umgeht. Die Software hilft dabei, eine sichere und zentralisierte Online-Bibliothek für Dokumente zu erstellen.

Dokumentenmanagement-Dashboard in eFileCabinet 
Dokumentenmanagement-Dashboard in eFileCabinet (Quelle)

Wie arbeiten diese Projektmanagement-Werkzeuge zusammen?

Üblicherweise können die Tools im Projektmanagement-Stack über native Integrationsmöglichkeiten, Drittanbieter-Plattformen oder offene APIs miteinander integriert werden. So können Teams Projektinformationen schneller abrufen und austauschen und effizienter arbeiten.

Wenn beispielsweise Änderungen an der Zeitleiste für Aufgaben in einem Projekttracking-Tool erfolgen, können diese augenblicklich über die Teamkommunikationslösung an alle Teammitglieder gesendet werden.

Auch die Einblicke aus Zeit- und Kostenverfolgungstools können in die Projektplanungs- oder Ressourcenzuweisungssoftware einfließen und so zu einer besseren Planung zukünftiger Projekte beitragen.

Überlegungen beim Vergleich von Projektmanagement-Software

Dieser Artikel soll als erste Hilfe für den Start dienen und nennt die grundlegendsten Tools für einen Projektmanagement-Stack. Um alle Anforderungen deines Unternehmens abzudecken, solltest du auch weitere Projektmanagement-Lösungen evaluieren und deine spezifischen Anforderungen analysieren.

Integrationen: Ideal sind Tools, die bereits native Integrationsmöglichkeiten bieten. Wenn das nicht der Fall ist, solltest du überprüfen, ob Integrationen über Drittanbieter wie Zapier, IFTTT oder Automate.io verfügbar sind.

Falls nicht, finde heraus, wie einfach du Daten von einem Tool zum anderen übertragen kannst. Sieh beispielsweise nach, ob die Software unterschiedliche Dateiformate für den Download von Berichten unterstützt.

Branchen- oder prozessspezifische Software oder Software für bestimmte Unternehmensgrößen: Deine Branche, die Größe deines Unternehmens und deine Projektmanagementprozesse sind wichtige Faktoren bei der Auswahl von Projektmanagement-Tools.

Projektplanungstools wie eigenständige Lösungen für Gantt-Diagramme sind beispielsweise ideal für kleine und mittlere Unternehmen mit wenigen laufenden Projekten, während Projektportfoliomanagement-Software sich für Großunternehmen mit einer Vielzahl an Projekten anbietet.

Genauso gibt es Projektmanagementlösungen, die für bestimmte Branchen konzipiert wurden. Softwareunternehmen nutzen häufig Bug-Tracking-Tools für ihre Entwicklungsteams, während Firmen im Bauwesen ihre Projektkosten und -ressourcen mit Berechnungssoftware für Baumaterialien analysieren.

Peer-Review: Die Vor- und Nachteile einer Software findest du besonders schnell heraus, indem du nachliest, was bisherige Nutzer*innen über die Software denken. So kommst du deutlich schneller zu einer Entscheidung und wirst möglicherweise vor einem Fehlkauf bewahrt.

Empfehlenswert sind Drittanbieter-Plattformen mit verifizierten Softwarebewertungen. Wirf gerne einen Blick auf unsere eigene Plattform: Hier kannst du Nutzerbewertungen nach Kriterien wie der beruflichen Position oder der Unternehmensgröße des Reviewers filtern.

Langlebigkeit der Software: Zu guter Letzt gilt es zu betrachten, wie die Software langfristig genutzt werden soll. Hole dazu wichtige Stakeholder (wie das IT-Team oder Business-Analytiker*innen) mit ins Boot und analysiert, ob das Tool auch langfristig einen Mehrwert bringen wird.

Hier findest du weitere Informationen zur Softwareauswahl:

Suchst du nach Projektmanagement-Software? Wirf einen Blick auf Capterras Liste der besten Projektmanagement-Softwarelösungen!

Hinweis: Die in diesem Artikel ausgewählten Anwendungen dienen als Beispiele, um Funktionen im Kontext zu präsentieren. Dies stellt keine Empfehlung dar. Die Informationen stammen aus Quellen, die wir als vertrauenswürdig beurteilen.

Low-Code vs No-Code: Anwendungsentwicklung mit dem Fokus auf Funktionalität

Gartner prognostiziert, dass Low-Code-Anwendungsentwicklungssoftware bis 2024 mehr als 65 % der Anwendungsentwicklungsaktivitäten ausmachen wird. Doch was genau ist Low-Code und was ist der Unterschied zwischen Low-Code vs No-Code?

Mit der grafischen Oberfläche einer No-Code-Plattform können Entwickler*innen einfache Anwendungen erstellen und dabei die Kosten auf ein Minimum reduzieren. In diesem Artikel soll es darum gehen, worum es sich bei Low-Code handelt und wo der Unterschied zu Low-Code vs No-Code liegt.

Low-Code vs No-Code

Was ist Low-Code?

Low-Code-Entwicklungsplattformen (LCAP) automatisieren den Entwicklungsprozess. Die Entwickler*innen können sich so auf den Kern der Sache konzentrieren: auf die Funktionen. Die Programmierung erfolgt über eine grafische Benutzeroberfläche und nicht durch die Eingabe von Code, auch wenn Letzteres weiterhin möglich ist.

Gartner definiert LCAP folgendermaßen:

„Eine Enterprise Low-Code Application Platform (LCAP) ermöglicht eine schnelle Anwendungsentwicklung und -bereitstellung mittels Low-Code- und No-Code-Techniken wie dem deklarativen, modellgesteuerten Anwendungsdesign und einer vereinfachten One-Click-Bereitstellung von Anwendungen.“

 

Low-Code-Plattformen erzeugen Metadaten (Datensätze, die Informationen über andere Daten beschreiben und bereitstellen), von denen die zugrunde liegende Serverinfrastruktur zur Laufzeit bezogen wird. Viele Low-Code-Plattformen ermöglichen außerdem prozedurale Programmerweiterungen.

LCAPs umfassen und unterstützen:

  • Benutzeroberflächen über responsive Webanwendungen und mobile Apps
  • Eine integrierte Datenbank
  • Mapping und Orchestrierung von Geschäftsprozessen und -entscheidungen (oder Regeln)
  • Bereitstellung von Anwendungen mit einem Klick

Low-Code vs No-Code

Low-Code und No-Code, sind eng verwandt, aber es gibt einige fundamentale Unterschiede.

Bei Low-Code liegt der Fokus auf dem Vereinfachen der Anwendungsentwicklung. Unternehmen können mit Low-Code-Plattformen das Building, Testen, Monitoring, Integration und Bereitstellung automatisieren (DevOps). Die Entwickler*innen haben zwar noch die Möglichkeit der manuellen Programmierung, aber die Anwendung wird mittels einer grafischen Oberfläche erstellt. So ist eine schnelle Fertigstellung möglich.

Mit einer LCAP können auch komplexe Anwendungen erstellt werden, was mit einer No-Code-Plattform nicht möglich ist.

No-Code-Plattformen dienen dem Erstellen einfacher Anwendungen mit begrenzter Funktionalität. Entwickler*innen erstellen die App mithilfe von Bausteinen, hinter denen der Code verborgen ist. Daher werden No-Code-Plattformen auch von Nicht-Entwickler*innen eingesetzt.

Vorteile von Low-Code

Low-Code-Entwicklungsplattformen bieten unter anderem die folgenden Vorteile:

Automatisierung des DevOps-Prozesses

Der Zeitaufwand für die Entwicklung und Bereitstellung ist niedriger als bei der herkömmlichen Computerprogrammierung. Besonders für Unternehmen mit einem Mangel an IT-Entwickler*innen kann das besonders hilfreich sein.

Niedrige Einstiegshürde für die Entwicklung

Kleinere Unternehmen (mit geringeren Entwicklungsressourcen als mittlere und große Unternehmen) können mit Low-Code-Plattformen ihren eigenen Bedürfnissen entsprechende Anwendungen entwickeln. Für Unternehmen ohne großes Entwicklungsteam war das nicht immer möglich.

Nutzer*innen können eigene Plattformen entwickeln

Durch die niedrigeren Einstiegshürden können auch teils auch Personen ohne professionelle Entwicklungserfahrung Plattformen zur eigenen Verwendung entwickeln. So können sie die Anwendung genau auf ihre Bedürfnisse zuschneiden und ein besseres Benutzererlebnis schaffen. Low-Code- oder No-Code-Anwendungen sind in die Business-Software integriert und damit für die IT-Abteilung besser handhabbar.

Unternehmen übernehmen die volle Verantwortung für ihre Anwendungen

Selbstentwickelte Anwendungen sind Eigentum der Unternehmen, die sie entwickeln.

Mehr Agilität

Low-Code-Plattformen können dank der grafischen Benutzeroberfläche sowohl von IT-Abteilungen als auch von Nicht-IT-Fachkräften realisiert werden. Anders als bei der herkömmlichen Computerprogrammierung werden also keine Entwickler*innen mehr benötigt, um kleine Anwendungsanpassungen vorzunehmen, was die Agilität des Unternehmens erhöht.

Die IT-Abteilung behält eine gewisse Kontrolle

Auf der Grundlage rollenbasierter Zugriffe hat die IT-Abteilung einen zentralen Überblick über die Nutzer*innen mit Rechten für Business-Anwendungen. Berechtigungen können ganz unkompliziert durch das Zuweisen oder Entziehen von Rollen geändert werden.

Die 3 Arten von Low-Code-Plattformen

Nischenplattformen konzentrieren sich häufig auf spezifische Anforderungen oder Geschäftsprozess. Dazu gehören beispielsweise Plattformen für das Customer Relations Management (CRM) oder Business Process Management (BPM). Häufig müssen diese Anwendungen in die bestehende Softwarearchitektur des Unternehmens integriert werden.

Das Gegenstück hierzu sind Plattformen, die für die Entwicklung aller Anwendungstypen geeignet sind. Für diese Plattformen sind häufig APIs verfügbar, sodass die Anwendungen leichter in die bestehende Software im Unternehmen integriert werden können.

Zuletzt gibt es auch Plattformen, die sich auf Softwareanwendungen für einen bestimmten Anbieter konzentrieren. Beispiele sind Microsoft mit Microsoft PowerApps, Google mit Google App Maker und Oracle mit Oracle Application Express (APEX).

Wie wählt man die richtige Low-Code-Plattform?

Für die Auswahl der richtigen Low-Code-Plattform gilt es, ein paar grundlegende Fragen zu beantworten. Zuallererst: Warum suchst du eine Low-Code-Plattform? Welche Probleme erwartest du zu lösen?

Anschließend kannst du deine Anforderungen näher analysieren:

  • Suchst du Low-Code oder No-Code?
  • Benötigst du eine einzelne Anwendung oder möchtest du für alle Geschäftsprozesse eine LCAP nutzen?
  • Benötigst du neue Funktionen oder möchtest du bestehende Funktionen erweitern?
  • Sollen die Anwendungen für Desktop-Computer, Mobilgeräte oder beides geeignet sein?
  • Sollen sich die Anwendungen in der Cloud des Anbieters (öffentlich oder privat), deiner eigenen Cloud oder in deiner lokalen Infrastruktur befinden?

Sobald du eine klare Liste der Anforderungen hast, kannst du Low-Code-Plattformen vergleichen. Dabei kann das Lesen von Nutzerbewertungen sehr hilfreich sein.

Auf GetApp findest du über eine Million Nutzerbewertungen zu Softwareprodukten, einschließlich Low-Code-Entwicklungsplattformen.

Beispiele für Low-Code-Anwendungen

Die Low-Code-Anwendungsentwicklung wurde ursprünglich von IT-Personal innerhalb eines Unternehmens eingesetzt, um beispielsweise maßgeschneiderte Online-Datenbanken zur Optimierung von Geschäftsaktivitäten zu erstellen. Mögliche Anwendungsfälle sind Lead-Management, Projektmanagement, Rechnungsstellung oder Kundendaten. Nutzer*innen können die Datenbank von Grund auf neu erstellen oder Vorlagen nutzen, ohne programmieren zu müssen, was den Prozess stark verkürzt.

Erstellen einer Lead-Management-Datenbank mit einer Teamdesk-Vorlage
Erstellen einer Lead-Management-Datenbank mit einer Teamdesk-Vorlage (Quelle)

Low-Code-Plattformen können mittels APIs Anwendungen aus verschiedenen Abteilungen integrieren, beispielsweise CRM, Enterprise Resource Planning (ERP), Personalwesen (HR), Buchhaltung, Vertrieb und Projektmanagement (PM). Außerdem kann die Software mit dem Unternehmen wachsen und sich weiterentwickeln.

Vorlagen für Business-Anwendungen in der Low-Code-Plattform von Ninox
Vorlagen für Business-Anwendungen in der Low-Code-Plattform von Ninox (Quelle)

Das positive Benutzererlebnis und skalierbare Lizenzmodelle haben dazu geführt, dass Low-Code auch für B2B- und B2C-Anwendungen eingesetzt wird. Low-Code-Entwicklungsplattformen bieten sich beispielsweise für SaaS- und App-Entwickler*innen an, die ihren Nutzer*innen einen integrierten Automatisierungs- und Integrationsservice bieten möchten.

Mit Cyclr können App-Entwickler*innen Integrationslösungen anbieten
Mit Cyclr können App-Entwickler*innen Integrationslösungen anbieten (Quelle)

Im B2B- oder B2C-Bereich entstehen außerdem viele Möglichkeiten, das Kundenerlebnis zu verbessern. Unternehmen könnten beispielsweise eine mobile App entwickeln, mit der Kund*innen Einblick in den Lieferstatus einer Bestellung oder den verfügbaren Bestand erhalten.

Willst du mehr erfahren? Dann wirf einen Blick auf unser Low-Code Software Verzeichnis, um weitere Produkte zu entdecken.

Mindestens 50 % der Online-Reviews sind Fake-Reviews – das glauben zumindest deutsche Konsumenten

Studie zu Online-Reviews

Die Krise führt zu einem veränderten Einkaufsverhalten. Deutsche shoppen mehr online, kaufen Produkte online, die sie vorher im Geschäft gekauft haben und nutzen neue Shopping-Kanäle wie soziale Medien. Mit dem wachsenden Online-Handel steigt auch die Wichtigkeit von Nutzer-generierten Bewertungen. Für 16 % sind Reviews durch die Krise sogar noch wichtiger geworden. Doch mit einer vermehrten Anzahl an Online-Reviews wachsen auch die Probleme von Fake-Reviews. 

In Capterra’s neuster Studie untersuchen wir, wie eine Nutzerbewertung aussehen muss, damit Deutsche ihr vertrauen, wie viele Bewertungen Unternehmen haben sollten, wofür am meisten Bewertungen geschrieben werden und wie Konsumenten sich vor Fake-Reviews schützen.

Die Studie wurde im Oktober 2020 in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und Brasilien durchgeführt. Es wurden über 3600 Konsumenten befragt, darunter 685 aus Deutschland. 

Highlights der Studie: 

  • Für 16 % der Deutschen sind Online-Reviews durch die Krise noch wichtiger geworden.
  • Mehr als die Hälfte der Konsumenten glaubt, dass 50 % und mehr der Bewertungen gefälscht sind.
  • Ein Produkt muss zwischen 5 und 20 Bewertungen haben, damit Konsumenten diesen vertrauen.
  • 78 % haben schon mal eine Online-Review geschrieben. 
  • Zufriedene Kunden schreiben häufiger Bewertungen als Unzufriedene.
  • 38 % haben noch nie eine Reaktion auf ihre Bewertungen erhalten. 

Online-Reviews Studie 2020

Die Macht der Online-Reviews

Nutzerbewertungen sind eine riesige Macht im Netz und die vertrauensvollste Quelle vor einer Kaufentscheidung. Laut unserer Studie lesen lediglich 5 % der deutschen Konsumenten keine Kundenbewertungen vor einem Kauf. Unsere Umfrageteilnehmer geben an, Online-Reviews mehr als Empfehlungen von Freunden und Bekannten zu vertrauen. 

Worauf Konsumenten am meisten beim Kauf eines neuen Produkts vertrauen

Im Gegensatz zu der Studie aus 2019 können wir einen Anstieg im Vertrauen in Kundenbewertungen um 3 Prozentpunkte sehen. Empfehlungen von Freunden und Bekannten war letztes Jahr der am wenigsten vertraute Kauffaktor, rückt dieses Jahr jedoch an zweite Stelle. Mit dem wachsenden Online-Handel und der Fülle an Meinungen und Bewertungen über Produkte gewinnt die persönliche Empfehlung wieder an Bedeutung.

Deutsche stützen ihre Kaufentscheidung im Europavergleich am wenigsten auf Online-Reviews. In Italien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden vertrauen über 50 % der Konsumenten bei einem Kauf am meisten auf Bewertungen.

Welchen Online-Reviews vertrauen Konsumenten?

Wir wollten wissen wie eine Online-Bewertung aussehen muss, damit deutsche Käufer dieser vertrauen: 

  • 43 % der Deutschen lesen 6-10 Bewertungen vor einem Kauf.
  • Ein Produkt muss zwischen 5 und 20 Bewertungen haben, damit Konsumenten diesen vertrauen.
  • Bei einer niedrigeren Anzahl an Online-Bewertungen wird die Höhe der Gesamtbewertungen zunehmend irrelevanter. So würden 75 % eher ein Produkt kaufen, dass 4/5 Sternen bei 15 abgegebenen Bewertungen hat, anstatt ein Produkt mit 5/5 Sternen bei 5 abgegebenen Bewertungen.

Wir ließen die Umfrageteilnehmer die 5 Eckpfeiler einer aussagekräftigen Kundenbewertung nach ihrer Wichtigkeit sortieren und stellten interessante Veränderungen im Vergleich zu den Ergebnissen aus 2019 fest. 

Die 5 Eckpfeiler einer Kundenbewertung

Kundenbewertungen mit Text waren in 2019 deutlich vertrauenswürdiger als eine Bewertung, die lediglich durch Sternevergabe erfolgt. Dieses Jahr sich Sterne- und Textbewertungen jedoch gleich wichtig. Es wird immer wichtiger die Einkaufsentscheidung schnell zu treffen. Kunden haben keine Zeit und wollen keine Zeit darauf verwenden lange nach Produkten zu suchen. Kunden wollen eine personalisierte Erfahrung, individuelle Produktvorschläge und Empfehlungsmechanismen in Online-Shops. Durch die Sternebewertungen können folglich schnelle Entscheidungen getroffen werden. 

Auch die Aktualität der Kundenbewertung hat deutlich in ihrer Wichtigkeit zugenommen. 40 % der Deutschen lesen nur Bewertungen, die nicht älter als 3 Monate sind.

Bewertungen über Elektronik beeinflussen die Kaufentscheidung am meisten

In Deutschland vertrauen 43 % stark bis sehr stark den Bewertungen. Damit befindet sich Deutschland im Europavergleich im Mittelfeld. In Spanien liegt das Vertrauen in Reviews mit 73 % am höchsten, in Italien mit 30 % am niedrigsten. 

Wie stark Online-Bewertungen die Kaufentscheidung beeinflussen

Die Wichtigkeit von Online-Reviews für die Kaufentscheidung variiert je nach Produkt, an dem der Kunde interessiert ist. Besonders wichtig sind Reviews für Elektronik und Reisen. Für 67 % haben Online-Bewertungen einen großen Einfluss oder Einfluss auf die Kaufentscheidung von Elektronik. 

Die wachsende Gefahr von Fake-Reviews

Mit der steigenden Wichtigkeit und Anzahl an Nutzerbewertungen kommt es auch vermehrt zu Fake-Reviews. Mehr als die Hälfte der Konsumenten glaubt, dass 50 % und mehr der Bewertungen gefälscht sind. 

Was tun Nutzer also, um sich vor gefälschten Reviews zu schützen?

  • 46 % prüfen, ob der Verkäufer auch negative Bewertungen hat.
  • 41 % suchen nach Wiederholungen von Formulierungen.
  • 40 % achten darauf, dass es eine vertrauenswürdige Bewertungsplattform ist.

Schauen wir uns im Folgenden doch mal an, auf welchen Plattformen Bewertungen gelesen werden.

Die beliebtesten Review-Plattformen in Deutschland

Die Plattform, auf der Bewertungen gesammelt werden, ist ein entscheidender Faktor, wenn es um das Kundenvertrauen geht. Die meist vertrauten Plattformen in Deutschland sind Suchplattformen wie Amazon und Google, gefolgt von unabhängige Bewertungsplattformen (wie Trustpilot) und branchenspezifische Bewertungsplattformen (z. B. Capterra für Software, Booking.com für Reisen).

In der Studie wollten wir ebenfalls wissen auf welchen konkreten Plattformen die meisten Reviews gelesen werden. Die Top 10 Review-Plattformen in Deutschland sind:

  1. Amazon
  2. Google
  3. eBay
  4. Otto
  5. Idealo
  6. Saturn & MediaMarkt
  7. Check24
  8. Trustpilot
  9. Zalando
  10. Soziale Medien (Facebook, Instagram und YouTube)

Suchplattformen wird in Deutschland das meiste Vertrauen geschenkt und auf ihnen werden am meisten Bewertungen gelesen, obwohl genau diese am meisten mit den Problemen von Fake-Reviews zu kämpfen haben. In den Niederlanden ist Amazon lediglich die 8. beliebteste Plattform für Reviews.  

Wie die beliebteste Bewertungsplattform Amazon gegen Fake-Reviews kämpft

Amazon kämpft seit Jahren gegen Fake-Reviews, das jedoch bisher wenig erfolgreich. Der Softwareanbieter Reviewmeta hat in 2017 ermittelt, dass jede 5. Amazon-Bewertung ein Fake ist. Im letzten Jahr berichtete BBC von einer Untersuchung des Verbraucherschützers Which? Sie untersuchten 12.000 Reviews auf Amazon, von denen 87 % aus ungeprüften Käufen stammten. 

Ein Beispiel ist ein Kopfhörerset einer unbekannten Marke namens Celebrat. Das Produkt hatte 439 Rezensionen, die alle mit fünf Sternen ausgezeichnet waren, nicht überprüft wurden und am selben Tag verschickt wurden. Das deutet stark auf automatisierte Bewertungen hin. 

Amazon führte am Anfang des Jahres ein neues Bewertungssystem ein. Dies könnte das große Problem der Fake-Reviews endlich lösen, wie t3n erklärt. Käufer können ganz leicht, mit nur einem Klick Sterne vergeben. Die Sterne-Vergabe ist nun auf diejenigen begrenzt, die das Produkt wirklich kaufen wollen. Sie erscheinen als verifizierte Käufer. Amazon erhofft sich durch die vereinfachte Sternevergabe eine steigende Anzahl an Bewertungen, die zu einer Korrektur der Gesamtbewertung des Produkts verhilft, selbst wenn Fake-Reviews noch abgegeben bzw. vorhanden sind. 

Wie sich Konsumenten vor Fake-Reviews schützen können

Konsumenten, die sich selbst gegen Fake-Reviews schützen wollen, können Bewertungen auf Plattformen lesen, die ein sicheres System zur Überprüfung von Bewertungen haben und nur verifizierte Reviews veröffentlichen. Bei verifizierten Bewertungen wurde überprüft, dass die Person tatsächlich eine Erfahrung mit dem Unternehmen hatte. Lediglich 33 % der deutschen Konsumenten geben an nach verifizierten Bewertungen zu suchen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Bewertungen auf beispielsweise Amazon zu überprüfen. Die folgenden 7 Punkte helfen zu erkennen, ob eine Bewertung authentisch und die bewertende Person glaubwürdig ist.

  1. Sprache und Formulierung: Achte auf Rechtschreibung und Grammatik, Wiederholungen von Formulierungen und zu viele positive Adjektive. 
  2. Marketing-Sprache: Bei Bewertungen, die ein Versprechen abgeben und sich wie aus der Werbung anhören, handelt es sich vermutlich um eine Fake-Review. (Beispiel: “Diese Software löst all deine Probleme mit nur einem Klick.”)
  3. Inhalt der Bewertung: Echte Bewertungen beschreiben üblicherweise bestimmte Funktionen und erwähnen, wie mit ihrer Hilfe Probleme gelöst werden konnten. Häufig umfassen sie auch Fallbeispiele. 
  4. Zeitpunkt der Bewertung: Wurde eine umfassende Review kurz nach Release des Produktes abgegeben, ist dies ein auffälliges Zeichen. 
  5. Aktualität der Bewertung: Bewertungen, die älter als 6-12 Monate sind (abhängig von dem Produkt), können veraltete Informationen beinhalten.
  6. Profil des Verfassers: Wird die Bewertung von einem anonymen Nutzer geschrieben oder verwendet er einen Spitznamen anstatt seinen echten Namen ist Vorsicht geboten. Du kannst auch weitere Bewertungen des Verfassers überprüfen. Hat er dreimal in einem kurzen Abstand eine Waschmaschine bewertet, hat er entweder viel Pech oder er hat sich kaufen lassen.
  7. Empfehlung von Konkurrenzprodukten: Negative Bewertungen, die andere Produkte (der Konkurrenz) empfehlen sind ziemlich eindeutige Zeichen für gefälschte Reviews. 

Online-Reviews von Bloggern und Influencern sind wenig glaubwürdig

Bewertungen in sozialen Medien gelten als wenig zuverlässig. Viele Blogs und Vlogs sind in sozialen Medien von Prominenten oder Influencern zu finden, die ihre Meinung zu Mode, Lebensmitteln und Lifestyle-Produkten äußern. Solche Beiträge haben eine große Reichweite und könnten daher einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Verbraucher haben.

Unsere Untersuchungen zeigen jedoch, dass den Bewertungen dieser Meinungsmacher nicht viel Wert beigemessen wird. 74 % der Verbraucher vertrauen den Bewertungen von Bloggern, Influencern oder Stars (Schauspieler, Musiker usw.) nicht. 

  • Influencern wird am meisten vertraut (13 %)
  • Blogger kommen an zweiter Stelle (11 %) 
  • Berühmtheiten wird am wenigsten vertraut (9 %)

Da das Geschäftsmodell von Influencern und Bloggern teilweise auf Produktbewertungen beruht, geht dies auf Kosten ihrer Glaubwürdigkeit. Es ist daher wichtig, dass Bewertungen von Nutzern stammen, die das Produkt freiwillig gekauft haben.

Reaktionen von Unternehmen auf Bewertungen kommen viel zu kurz

Wofür Deutsche Reviews schreiben

Dass Unternehmen auf Reviews reagieren ist entscheidend. Konsumenten wünschen sich eine Reaktion seitens des Unternehmens auf ihre Review und lesen Antworten. Reaktionen kommen in Deutschland jedoch viel zu kurz. 38 % haben noch nie eine Reaktion auf ihre Bewertungen erhalten. 

In Italien, Spanien und Frankreich erhalten Konsumenten deutlich häufiger eine Antwort auf ihre Bewertungen. Lediglich zwischen 21 und 25 % haben noch nie eine Antwort auf ihre Bewertung bekommen. In den Niederlanden wird ebenfalls wenig auf Reviews reagiert. So liegen die Zahlen in Deutschland und den Niederlanden doppelt so hoch. 

Deutsche Unternehmen müssen deutlich aktiver werden, und wir zeigen wie. 

In einer Anschlussstudie mit 3400 Managern und Inhabern aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (davon 400 aus Deutschland) beleuchtet Capterra die Unternehmensseite und untersucht, wie KMU Reviews sammeln, wie sie auf negative Bewertungen reagieren, welche Software sie zur Auswertung verwenden und vieles mehr. 

In dem Folgeartikel erklären wir ebenfalls wie Unternehmen wie Capterra mit Fake Reviews umgehen sollten und geben Tipps, wie und worauf Reviews vor Veröffentlichung geprüft werden müssen. 

Die Studienergebnisse und Tipps veröffentlichen wir demnächst. Also bleibt dran. 

Die Wichtigkeit von Online-Reviews

Willst du mehr erfahren? Dann wirf einen Blick auf unser Review Management Software Verzeichnis, um weitere Produkte zu entdecken.

Methodik:

Die Studie wurde im Oktober 2020 durchgeführt. Für die Studie befragten wir über 3600 Konsumenten aus den 6 Ländern Deutschland, Frankreich, Italien, Brasilien, Spanien und den Niederlanden. Aus Deutschland wurden 685 Konsumenten befragt. Qualifizierte Teilnehmer sind über 18 Jahre alt und lesen Online-Bewertungen. Für diesen Artikel betrachteten wir die Studienergebnisse der europäischen Konsumenten.

Hinweis: Für einige Grafiken standen mehrere Antwortmöglichkeiten zur Verfügung, so dass die Summe der Prozentsätze 100% übersteigt.

Zurück ins Büro – wie sorgen HR Manager für die Sicherheit am Arbeitsplatz und welche Tools können sie nutzen 

Zurück ins Büro - Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleisten

Die Herausforderung, an den Arbeitsplatz zurückzukehren ist nicht nur eine betriebliche Herausforderung, sondern eine menschliche Herausforderung. Wenn Unternehmen versuchen, ihre physischen Standorte wieder zu öffnen und zu irgendeiner Form von ‘normal’ zurückzukehren, müssen die Führungskräfte zusammenarbeiten, um Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zu fördern.

Zahlreiche Angestellte wurden zu Beginn der Krise ins Home-Office geschickt. Für viele Unternehmen ist es an der Zeit, die Rückkehr ins Büro zu planen. Um die sichere Rückkehr ins Büro zu planen, müssen sich Inhaber und HR-Manager folgenden vier Fragen widmen: 

  1. Wann kehren Unternehmen ins Büro zurück?
  2. Wer kehrt als Erstes zurück? 
  3. Welche Sicherheitsmaßnahmen benötige ich im Büro?
  4. Welche Software kann mich bei der Umsetzung unterstützen? 

Eine Antwort auf alle diese Fragen werden wir euch im Laufe des Artikels geben. 

Zurück ins Büro – wie sorgen HR Manager für die Sicherheit am Arbeitsplatz und welche Tools können sie nutzen

Zurück ins Büro - Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleisten

1. Wann kehren Unternehmen ins Büro zurück?

Wenn dein Unternehmen vor der Frage steht, wann es ins Büro zurückkehren soll, solltest du folgende Aspekte bedenken: 

Stelle zunächst sicher, dass du einen “Re-Exit”-Plan hast. Die Mitarbeiter müssen sich sicher sein können, dass du einen Plan für den Fall des Auftretens von Coronavirus-Infektionen hast. Lege fest, was Auslöser und Reaktionen des Plans sein sollen.

Plane die Sicherheitsmaßnahmen im Büro. Je nach den Richtlinien, Geräten und Technologien, die eingesetzt werden müssen, um die Sicherheit der Mitarbeiter im Büro zu gewährleisten, benötigst du möglicherweise mehr Zeit und Geld für die Vorbereitung, was sich auf das Rückkehrdatum auswirken wird.

Sorge dafür, dass sich die Mitarbeiter sicher fühlen. Es reicht nicht aus nur Sicherheitsmaßnahmen festzulegen; die Mitarbeiter müssen sich tatsächlich sicher fühlen. Sei mit deinen Plänen transparent und spezifisch, damit die Mitarbeiter die Maßnahmen verstehen und sie als sicher empfinden. Biete Schulungen über spezifische Sicherheitsmaßnahmen an, falls erforderlich.

Warte bis deine Mitarbeiter bereit sind. Wenn Mitarbeiter nicht bereit oder in der Lage sind, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren, solltest du sie nicht dazu zwingen. Führe Mitarbeiterbefragungen durch, um die Stimmung und das Wohlbefinden der Mitarbeiter bezüglich ihrer Rückkehr zu beurteilen (siehe “Mitarbeiterbefragungs-Software” weiter unten im Artikel).

Sobald du ein Datum für die Wiedereröffnung festgelegt hast, musst du dich der Frage widmen, welche Arbeitnehmer zurückkehren werden und welche die Möglichkeit haben, zu Hause zu bleiben.

2. Wer kehrt als Erstes zurück? 

Unterteile die Rückkehr nach Segmenten. Einige Organisationen haben ihre Mitarbeiter bereits formell nach ihren Rollen, Aktivitäten und Fähigkeiten segmentiert. Füge diesen Segmenten Erkenntnisse aus den jüngsten Erfahrungen der remote Arbeit hinzu, um festzustellen, welche Segmente in der Lage waren, sich schnell anzupassen und von zu Hause aus produktiv zu bleiben. Dann kannst die Rückkehr entsprechend planen. 

Hierbei ist jedoch ganz wichtig, flexibel in Bezug auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu sein. Einige Arbeitnehmer sind zum Beispiel immungeschwächt. Andere betreuen ältere Eltern oder Verwandte. Dann gibt es einen großen Störfaktor, mit dem jeder berufstätige Elternteil im Moment zu kämpfen hat: die Schule.

Du solltest den Mitarbeitern nicht nur die Option geben, ob sie überhaupt zurückkehren wollen, sondern auch Optionen für die Art und Weise ihrer Rückkehr. So können Unternehmen:

  • Ihren Mitarbeitern erlauben, nachts zu kommen, damit sie sich tagsüber um Kinder oder Eltern kümmern können. 
  • Gruppen festlegen, die an verschiedenen Tagen ins Büro kommen. Gruppe A kommt montags und mittwochs, und Gruppe B dienstags und donnerstags.
  • Den Angestellten mehr Flexibilität und Möglichkeiten bieten, remote zu arbeiten. 70 % der remote arbeitenden Angestellten teilen uns in einer Studie mit, dass sie gerne von zu Hause arbeiten. 

Je mehr Optionen du den Mitarbeitern für die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz einräumst, desto schwieriger wird es natürlich, dies zu verfolgen und zu verwalten. Hier kann die richtige Software unglaublich wertvoll sein (siehe Abschnitt “Welche Software kann mich bei der Umsetzung unterstützen?”)

Sobald du weißt, wie viele Mitarbeiter auf einmal im Büro sein werden, kannst du damit beginnen, eine Strategie zu entwickeln, wie du den Arbeitsplatz sicher gestalten kannst.

3. Welche Sicherheitsmaßnahmen benötige ich im Büro?

Um dein Unternehmen zu eröffnen, musst du einen Plan ausarbeiten, um das Büro sicher zu gestalten und die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern. Das bedeutet überall im Büro einen Abstand von 1,5 Metern einzuhalten, gründliche Hygienemaßnahmen zu ergreifen und Mitarbeiter vor dem Risiko einer Kontamination zu schützen. 

Nachdem du weißt, für wie viele Mitarbeiter Platz im Gebäude Platz sein sollte, kannst du mit der Anpassung des Büros beginnen. Es gibt einfach umsetzbare Maßnahmen und etwas aufwändigere Maßnahmen. 

Einfache Sicherheitsmaßnahmen: 

  • Stelle die Schreibtische auseinander. Markiere die 1,5-Meter-Zone um jeden Arbeitsplatz mit Aufklebern. Platziere transparente Plexiglaskotflügel um die Arbeitsplätze, um die Mitarbeiter voneinander zu trennen. 
  • Lege Einwegpapier-Tischauflagen auf die Schreibtische, um den physischen Kontakt mit dem Tisch zu begrenzen und eine Kontamination durch Gegenstände zu vermeiden. 
  • Stelle Regeln auf, wie viele Mitarbeiter sich gleichzeitig in Besprechungsräumen bzw. Pausenräumen aufhalten dürfen.
  • Schaffe einen Einbahnverkehr im Büro, indem du Gehwege mit Pfeilen markierst, damit sie sich nicht kreuzen.
  • Halte das Büro sauber mit täglichen Putzplänen und besorge Masken, Seife und Desinfektionsmittel.

Aufwändigere Sicherheitsmaßnahme: 

  • Platziere in den Ecken aller gemeinsamen Bereiche Sensoren, die den Abstand zwischen den Personen messen und mit einem Ton oder einem roten Lichtsignal anzeigen, wenn die Personen zu nahe beieinander sind. 
  • Sorge für einen kontaktlosen Zugang in das Gebäude mit Zugangskarten/Iris-scann und Bewegungssensoren.
  • Implementiere das kontaktlose Bezahlen in der Cafeteria und an Getränke- und Snackautomaten.
  • Setze Temperaturmesser am Eingang des Gebäudes ein. 
  • In vielen Büros lassen sich die Fenster nicht öffnen. Hier ist der Einsatz eines ausgeprägten Lüftungssystems sehr wichtig.  

4. Welche Software kann mich bei der Umsetzung unterstützen?  

Es gibt verschiedene Tools, die für die Planung einer sicheren Rückkehr ins Büro eingesetzt werden können. Hierzu gehören:

  • Mitarbeiterbefragungs-Software
  • Dienstplan-Software & Schichtplaner
  • Arbeitsplatzbelegungs-Software 
  • Echtzeitverfolgungs-Software
  • Besuchermanagement-Software

Im Folgenden wollen wir dir aufzeigen, wie dich diese Programme unterstützen können und dir einige Beispiele für konkrete Produkte nennen.  

Mitarbeiterbefragungs-Software

Mit einem Tool für Mitarbeiter-Befragungen kannst du benutzerdefinierte Umfragen erstellen und sie per E-Mail an deine Mitarbeiter senden, um ihre Präferenzen für die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erfassen. Es gibt viele kostenlose Umfragetools auf dem Markt, die du dir anschauen kannst. 

Umfrage in SurveyMonkey
Mitarbeiterumfrage in SurveyMonkey (Quelle)

Dienstplan-Software & Schichtplaner

Mit einer Dienstplan-Software können optimierte Schichtpläne erstellt werden, die Präferenzen der Mitarbeiter berücksichtigen.

Mitarbeiter können sich in der Software anmelden, um Schichten oder Urlaube anzufordern, Schichten abzubrechen und Schichten mit Kollegen auszutauschen. Benachrichtigungen zu Genehmigungen und Erinnerungen können automatisch per E-Mail, SMS oder Push-Benachrichtigung an Mitarbeiter gesendet werden. 

Eine Online Dienstplan-Software ermöglicht, das Mitarbeiter aktiv in die Planung miteinbezogen werden und auf Arbeitspläne sowie Änderungen in Echtzeit zugreifen können. 

Drag & Drop Schichtplanung in Findmyshift
Drag & Drop Schichtplanung in Findmyshift (Quelle)

Arbeitsplatzbelegungs-Software

Es gibt verschiedene Softwareprogramme zur Reservierung von Arbeitsplätzen und Meetingräumen. So können Mitarbeiter in der Software sehen welche Arbeitsplätze an einem bestimmten Tag gebucht werden können, einen Arbeitsplatz neben dem Kollegen buchen, mit dem sie an einem Projekt arbeiten und einen Schreibtisch wählen, der über das benötigte Inventar (wie beispielsweise zwei Bildschirme) verfügt. Das Gleiche gilt für Meeting- und Konferenzräume.  

Du kannst in der Software festlegen, dass nur Arbeitsplätze buchbar sind, die den 1,5-Meter-Sicherheitsabständen entsprechen. Es kann eine feste Zeit zwischen dem Wechsel von Mitarbeitern geblockt werden, um den Schreibtisch zu putzen und zu desinfizieren.  

Wenn sich jemand im Büro mit COVID-10 angesteckt hat ist das wichtigste, schnell alle Mitarbeiter zu identifizieren, mit denen die Person in Kontakt war. Arbeitsplatzbelegungs-Software kann dabei helfen. HR-Manager können nachverfolgen, wer, wann, neben wem gesessen hat oder sich in einem Meetingraum aufgehalten hat. 

Arbeitsplatzbuchung unter Berücksichtigung der Mindestabstände in FlexWhere
Arbeitsplatzbuchung unter Berücksichtigung der Mindestabstände in FlexWhere (Quelle)

Echtzeitverfolgungs-Software

Es gibt Software, die neben der Arbeitsplatzbuchung auch eine Echtzeitverfolgung der Mitarbeiter im Büro ermöglicht. Diese Programme liefern Echtzeitberichte über Kapazität und Nutzungsraten. 

Es gibt verschiedene Methoden der Echtzeitverfolgung. Einige Produkte erfordern, das Geräte wie Smartphones oder Identifikations-Tags wie z.B. Beacons von den Mitarbeitern mitgeführt werden. Andere Systeme arbeiten mithilfe sensorgestützter Technologie wie beispielsweise Passiv-Infrarot. Dadurch können Belegungsinformationen erfasst werden, ohne das der Benutzer etwas bei sich tragen muss. Mitarbeiter können mithilfe solcher Programme sicherstellen, in einem Stock zu arbeiten, in dem weniger los ist, in den Pausenraum zu gehen, wenn sich weniger Mitarbeiter darin befinden usw. 

Mapiq
Echtzeit Arbeitsplatzauslastung per Stockwerk in Mapiq (Quelle)

Besuchermanagement-Software

Besuchermanagement-Software verfolgt Besucher, die dein Büro oder Geschäft betreten. Dies kann ein Kunde, ein Kurier, ein Bewerber für ein Vorstellungsgespräch, ein Geschäftspartner, ein Berater oder sogar ein Verwandter des CEO sein. Jeder, der kein Vollzeitangestellter ist, kann als Besucher betrachtet werden. Zu diesen Zeiten ist es nicht nur wichtig die Bewegung der eigenen Mitarbeiter zu verfolgen, sondern auch aller Besucher. 

Besuchermanagement-Software bietet folgende Funktionen und Vorteile: 

  • Besucherverwaltungs-Software enthält Fragebögen. Unternehmen können den Besucher bei Ankunft bitten, den Fragebogen auszufüllen, mit dem nach dem gesundheitlichen Befinden des Besuchers gefragt wird. 
  • Die Software kann Ausweise mit einem Barcode drucken. Wenn das Empfangspersonal den Code einscannt, zeigt es automatisch die Besucherdaten zusammen mit dem Foto, Besuchsprotokollen und dem ausgefüllten Fragebogen an.
  • Mit Hilfe des Systems kann der Büro- oder Ladenmanager die Anzahl der Personen innerhalb des Gebäudes leicht verfolgen. Nähert sich die Kapazität der erlaubten Grenze, kann eingegriffen werden.
  • Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit für Mitarbeiter, automatisch benachrichtigt zu werden, wenn ihre Gäste im Büro eintreffen. Die Systeme sind in der Lage, Benachrichtigungen per E-Mail, SMS und Messaging Apps (wie z.B. WhatsApp-Nachrichten) zu versenden.
Sicheres Besuchermanagement mit Sign In App
Sicheres Besuchermanagement mit Sign In App (Quelle)

Erkenne den nicht arbeitsbedingten Stress der Mitarbeiter an

Mit diesen Programmen sollte der sicheren Rückkehr deines Unternehmens ins Büro nichts mehr im Wege stehen. Denke immer daran flexibel zu bleiben und deine Mitarbeiter in die Planung und Entscheidungen miteinzubeziehen. 

Du solltest den nicht arbeitsbedingten Stress der Mitarbeiter anerkennen. Es kann für die Mitarbeiter immer noch schwierig sein, zu pendeln, die Kinderbetreuung zu sichern und mit den ständigen Unterbrechungen in ihrem täglichen Leben zurechtzukommen. Diese Belastungen werden sich in ihrer Arbeitsproduktivität widerspiegeln. Fordere deine Mitarbeiter auf, über die Besonderheiten ihrer Situation zu berichten und rüste Manager zur richtigen Reaktion. Schaffe konsistente Botschaften rund um Bewältigungsstrategien.

Zurück ins Büro - wie sorgen HR Manager für die Sicherheit am Arbeitsplatz

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Hinweis: Bei den in diesem Artikel ausgewählten Produkten handelt es sich um Beispiele, die ein Merkmal im Kontext zeigen. Sie sind nicht als Empfehlung gedacht. Sie wurden aus Quellen entnommen, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung als zuverlässig erachtet wurden. 

4 Tipps für die Software Validierung: Mit Nutzerbewertungen zur richtigen Business-Software

Nutzerbewertungen können bei der Software Validierung eine große Hilfe sein. Wir zeigen, wie man sie richtig einsetzt.

Hast du schon einmal ein Hotel gebucht, ohne einen Blick auf Bewertungen und Empfehlungen zu werfen? Oder ein technisches Gerät gekauft, ohne Freunde nach Tipps zu fragen oder ein Rezensionsvideo auf YouTube anzusehen? Tatsächlich tun das die wenigsten.

Fast alle nutzen die Bewertungen vorheriger Käufer*innen, um die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen einzuschätzen – auch Unternehmen beim Softwarekauf.

Tatsächlich könnten Softwarerezensionen ganz besonders wichtig sein, da es sich beim Softwarekauf oft um langfristige und folgenreiche Investitionen handelt. Wenn Unternehmen in die falsche Software investieren, schädigen sie schlimmstenfalls ihre Finanzen und ihren Ruf. Mithilfe von Nutzerbewertungen können sie leichter die Auswahl eines Tools vermeiden, das nicht für ihre Zwecke geeignet ist.

4 zentrale Tipps für die Software Validierung

4 Tipps für die Software Validierung

  1. Wissen, wonach du suchst

Softwarebewertungen können sich auf unterschiedliche Aspekte beziehen: Lob oder Beschwerden zum Kundenservice, Feedback zur Benutzerfreundlichkeit und zu Schulungen, Rückmeldungen zu Funktionen und Integrationsmöglichkeiten und Kommentare zu Lizenzoptionen und zum Preis-Leistungs-Verhältnis – all das und noch mehr kann enthalten sein.

Um mit dieser Informationsmenge umzugehen, musst du zunächst wissen, wonach du suchst. Frag deine Teammitglieder nach ihrem Input und identifiziert gemeinsam die Herausforderungen, die du mit der neuen Software angehen willst.

Daraus ergeben sich die Punkte, anhand derer du nach relevanten Nutzerbewertungen suchen kannst. Achte auf wiederkehrende Äußerungen in Bewertungen, die darauf hinweisen können, wie sich das Nutzererlebnis für die meisten – und voraussichtlich auch für dich – darstellt.

Stelle auf Plattformen mit Nutzerbewertungen wie GetApp eine Auswahl der Tools zusammen, die für dein Unternehmen relevant sind. Im Softwareverzeichnis von GetApp kannst du die gewünschte Softwarekategorie auswählen und die angezeigten Produkte nach Nutzerbewertung filtern.

  1. Die Authentizität von Bewertungen überprüfen

Nicht immer sind alle Nutzerbewertungen echt. Fake-Bewertungen – ob positiv oder negativ – können einen dazu bringen, Geld für ein Produkt auszugeben, das gar nicht zu den eigenen Bedürfnissen passt. Die folgenden 3 Punkte helfen zu überprüfen, ob eine Bewertung authentisch und die bewertende Person glaubwürdig ist.

1. Faktor: Sprache und Formulierungsweise

Warnsignal: Marketing-Sprech und zu viele positive/negative Adjektive oder Pronomen der ersten Person wie „ich“ oder „mir“.

Darauf gilt es zu achten: In echten Bewertungen findet sich üblicherweise eine Mischung positiver und negativer Aspekte. Wenn überhaupt nichts Negatives erwähnt wird, ist die Bewertung möglicherweise gefälscht.

2. Faktor: Inhalt der Bewertung

Warnsignal: Allgemeine Aussagen oder übertriebene Behauptungen zu Produkten wie „die beste CRM-Software“ oder „hervorragendes Tool für die digitale Transformation“.

Darauf gilt es zu achten: Echte Bewertungen beschreiben üblicherweise bestimmte Funktionen/Features und erwähnen, wie mit ihrer Hilfe geschäftliche Probleme gelöst werden konnten. Häufig umfassen sie auch Fallbeispiele.

3. Faktor: Profil des Rezensenten

Warnsignal: Der Name der Person lautet „Anonym“, das Unternehmensprofil ist auf LinkedIn und im Internet nicht auffindbar oder es besteht eine Diskrepanz zwischen dem Beruf der Person und der Softwarenutzung (z. B. eine Chirurgin, die Gehaltsabrechnungssoftware bewertet).

Darauf gilt es zu achten: Echte Rezensent*innen nutzen üblicherweise ihre realen Namen anstelle von „Anonym“ oder Ähnlichem. Außerdem haben Unternehmen, die Business-Software nutzen, in den meisten Fällen eine Onlinepräsenz.

  1. Auf das Datum achten

Bewertungen, die älter sind als 18 Monate, enthalten mit großer Wahrscheinlichkeit veraltete Informationen, da die meisten Anbieter ihre Produkte und Dienstleistungen regelmäßig anhand von Nutzerfeedback und Markttrends aktualisieren.

Hier ist ein Beispiel für eine kürzlich veröffentlichte Bewertung auf GetApp. Zur Veranschaulichung wurde das Datum hervorgehoben.

Softwarebewertung auf GetApp aus diesem Monat
Softwarebewertung auf GetApp, die vor weniger als einem Jahr geschrieben wurde

So kannst du die aktuellsten Nutzerbewertungen bei der Software Validierung gewinnbringend einsetzen:

  • Erstelle eine Liste der am häufigsten erwähnten Bedenken oder Kritikpunkte. Führe auch mögliche eigene Bedenken auf. Besprich diese Punkte anschließend mit dem Vertriebsteam des entsprechenden Produkts, um zu überprüfen, ob die Kritik begründet ist, und kaufe die Software nur, wenn auf alle Punkte eingegangen wurde.
  • Überprüfe, wie Anbieter bisher auf Nutzerbewertungen reagiert haben. Anbieter, die proaktiv auf positive wie negative Bewertungen antworten, zeigen tendenziell eine höhere Wertschätzung für ihre Kunden. Ihre Antworten geben außerdem einen ersten Eindruck vom Kundenservice.
  1. Mit Filtern spezifische und relevante Bewertungen finden

Angesichts der Vielzahl der online verfügbaren Nutzerbewertungen kann es schwierig sein, die Informationen zu finden, auf die es für dein Unternehmen ankommt. Suchfilter helfen, die relevanten Bewertungen herauszufiltern und eine informierte Kaufentscheidung zu treffen.

Im Softwareverzeichnis von GetApp kannst du Nutzerbewertungen anhand verschiedener Kriterien filtern. Nach Auswahl einer Softwarekategorie stehen Kriterien wie die Gesamtbewertung, Unternehmensgröße, Branche, Dauer der bisherigen Softwarenutzung und mehr zur Verfügung.

Softwarefilter auf GetApp
Softwarefilter auf GetApp
Diese Filter kannst du folgendermaßen verwenden:

  • Gesamtbewertung: Filtere Rezensionen nach der Bewertung des Produkts: Exzellent, sehr gut, durchschnittlich oder schlecht. So kannst du dir ein Bild von den Stärken und Schwächen des Produkts machen.
  • Branche: Lies Bewertungen von Personen aus deiner Branche. Wenn du im IT-Sektor arbeitest, klick das entsprechende Kästchen an, um die Erfahrungen von anderen aus dem IT-Bereich zu lesen.
  • Unternehmensgröße: Filtere Nutzerbewertungen nach der Größe des Unternehmens der Person, die sie geschrieben hat. So kannst du einschätzen, wie gut eine Softwarelösung für deine Unternehmensgröße geeignet ist.
  • Dauer der Nutzung: Lies Bewertungen aus einem bestimmten Zeitrahmen. Vergleiche ältere mit neueren Bewertungen, um zu sehen, wie sich ein Produkt entwickelt hat. Mit diesem Filter kannst du auch direkt zu den neuesten Bewertungen springen.

Nächste Schritte

Nun hast du einen guten Überblick darüber, wie Nutzerbewertungen dich bei der Software Validierung unterstützen können. Es gibt ein paar weitere Punkte, die du beachten solltest:

  • Lies zu jedem für dich interessanten Produkt sowohl positive als auch negative Bewertungen, um potenzielle Probleme zu erkennen und eine ausgewogene Meinung zu behalten.
  • Achte darauf, wie häufig Bewertungen für ein Produkt veröffentlicht wurden: Dies weist darauf hin, wie engagiert die Anwender*innen sind. Produkte mit vielen, in kurzen Abständen veröffentlichten Bewertungen haben mit höherer Wahrscheinlichkeit eine aktive Nutzerbasis.
  • Lies so viele Nutzerbewertungen wie möglich. Nur drei oder vier positive oder negative Bewertungen sind nicht genug, um auf dieser Grundlage eine Kaufentscheidung zu treffen.
Besuche das Softwareverzeichnis von GetApp und lies nach, was echte Nutzer*innen über die von dir gewählte Software zu sagen haben. Hier findest du außerdem andere erstklassig bewertete Produkte auf dem Markt.

Hinweis: In Screenshots von Bewertungen werden die Namen einzelner Produkte erwähnt. Dies stellt keine Empfehlung von GetApp dar. 

Mobiles Lernen – ein digitales Konzept mit Zukunftspotenzial

Das E-Learning beziehungsweise elektronische Lernen ist eine Form des Lernens, bei der digitale Medien zum Einsatz kommen. Mit dem Voranschreiten der Digitalisierung hat die Bedeutung des elektronischen Lernens zugenommen und ein Begriff, den es hierbei zu nennen gilt, ist das mobile Lernen (M-Learning). Beide Begriffe werden immer noch als Synonyme missverstanden, aber genaugenommen ist das mobile Lernen nur ein Teilbereich des elektronischen Lernens. Beim mobilen Lernen sollen Lerninhalte sowohl orts- als auch zeitunabhängig vermittelt werden. Die Präsentation der Lerninhalte erfolgt dafür auf mobilen Endgeräten wie Laptops, Smartphones und Tablets.

Arten des mobilen Lernens

Mobiles Lernen kann auf unterschiedliche Arten umgesetzt werden und eine davon ist das Teleteaching, das nichts anderes als eine Videokonferenz mit virtuellem Hörsaal ist. Bei dieser Form des mobilen Lernens werden sowohl Bild als auch Ton übertragen, da es üblich ist, dass Lehrende und Lernende miteinander kommunizieren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Arten des mobilen Lernens sind die technischen Anforderungen hoch, weswegen das Konzept bisweilen noch relativ selten genutzt wird. Der Ausbau des 5G-Netzes und die damit einhergehende IT-Infrastruktur sollte jedoch zu einer Zunahme von Teleteaching beitragen. Da es sich bei entsprechenden Echtzeit-Videokonferenzen in der Regel um längere Lernmodule handelt, sind diese nicht unbedingt die beste Wahl, um Nutzern Lerninhalte über mobile Endgeräte zu vermitteln. Anders sieht es mit kurzen Videos aus, die im Voraus von Lehrenden erstellt wurden. Solche werden beispielsweise von Smartphone-Nutzern positiv aufgefasst, da sie sich hervorragend für ein orts- und zeitunabhängiges Lernen eignen, was schließlich eines der Hauptziele des Konzepts ist.

Neben dem Teleteaching kann mobiles Lernen über cloudbasierte Anwendungen und Apps erfolgen. Hierbei ist es ebenfalls möglich, zuvor aufgenommene Videos mit Lerninhalten zu nutzen. Nicht weniger interessant ist das Vermitteln von Wissen durch sogenannte digitale Lernspiele. Ein digitales Lernspiel kann beispielsweise ein Test oder ein Quiz sein und ist keineswegs nur etwas, was sich zur Vermittlung von Lerninhalten an Kinder eignet. Im Grunde können Lernspiele bei Lernenden aller Altersklassen einen positiven Effekt haben. Das liegt primär daran, dass Lernen und Unterhaltung miteinander kombiniert werden, was zu einer höheren Lernbereitschaft beitragen kann. Ein ähnliches Prinzip wird bei Simulationen verfolgt, die Modelle der realen Welt abbilden und Lernende zum Experimentieren ermutigen. Eine Mischung aus digitalem Lernen und Simulationen sind 3D-Plattformen mit Lerninhalten. In solchen kann der Lernende beispielsweise einen Avatar bedienen und sich in einer virtuellen Welt Wissen aneignen. Zusätzlich zu den genannten Arten sollten noch Fernsehprogramme im Stil von Business-TV genannt werden. Entweder handelt es sich dabei um bereits bestehende Programme oder diese werden von Unternehmen selbst herausgegeben. Grundsätzlich lässt sich das mobile Lernen also in folgende Arten unterteilen:

  • Teleteaching (virtuelle Klassenzimmer)
  • Zuvor aufgenommene Videos
  • Fernsehprogramme im Stil von Business-TV
  • Digitale Lernspiele in Form von Tests und Quiz
  • Simulationen mit Lerninhalten
  • 3D-Plattformen mit Lerninhalten

Welche Art des mobilen Lernens sich letztendlich am meisten anbietet, hängt vom Lernziel und der jeweiligen Zielgruppe ab. Zudem ist es wichtig, dass das Lehrangebot den vorliegenden Lernbedingungen angepasst wird, denn nur so lässt sich das bestmögliche Ergebnis erzielen.

Mobiles Lernen in Unternehmen

Mobiles Lernen ist ein zukunftsträchtiges Konzept, aber bis dato konnte es sich zumindest im deutschsprachigen Raum noch kaum durchsetzen. Bisher setzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz lediglich 29,3 % der Unternehmen (Stand 2018) mobile Endgeräte für die Aus- und Weiterbildung ein. In der DACH-Region nutzt also nicht einmal jedes dritte Unternehmen mobile Lernmedien. Allerdings hat die Popularität des mobilen Lernens in den vergangenen Jahren zugenommen. Während 2016 noch 61 % der Unternehmen angaben, dass sie die Lernform nicht nutzen und dies auch nicht in Zukunft vorhaben, betrug dieser Anteil 2018 nur noch 40,4 %. Zudem gaben 30,1 % der Unternehmen, die mobiles Lernen noch nicht nutzen, an, dass sie dies in Zukunft vorhaben. Interessant ist, dass die Beliebtheit der Lernform nach Unternehmensgröße variiert. In großen Unternehmen ab 25.000 Mitarbeitern nutzten 2018 mit 46,9 % fast die Hälfte auf mobilem Lernen basierende Konzepte. Mit voranschreitender Digitalisierung ist davon auszugehen, dass mobiles Lernen beziehungsweise E-Learning an sich eine zunehmende Rolle spielen wird, schließlich lassen sich die Vorteile der Lernform nicht leugnen.

Warum Unternehmen mobiles Lernen nutzen sollten

Die Nutzung von mobilem Lernen bringt einige Vorteile mit sich, weswegen Unternehmen eine Implementierung der Lernform in Erwägung ziehen sollten. Einer der größten Vorteile ist die gebotene Flexibilität. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erfolgen zeit- und ortsunabhängig, wodurch Mitarbeiter beispielsweise im Bus auf dem Weg zur Arbeit lernen können. Generell lassen sich Lerninhalte jederzeit unmittelbar abrufen, prinzipiell auch in der persönlichen Umgebung des Nutzers. Diese flexible Lernerfahrung kann in einem höheren Engagement der Mitarbeiter resultieren, da diese eigenverantwortlich und individuell lernen. Sofern ein standardisiertes digitales Lehrangebot vorliegt, kann zudem stets eine gleichbleibende Qualität an Lerninhalten geboten werden. Bei Mitarbeitern kommt die Form des Lernens in der Regel gut an, was sich in oftmals höheren Vollendungsraten zeigt.

In jedem Fall ist das Konzept zukunftsträchtig und kann theoretisch sogar dazu beitragen, dass Bewerber ein größeres Interesse am Unternehmen zeigen, da der Aus- und Weiterbildungsprozess für viele eine Rolle spielt. Mobiles Lernen wird dabei in der Regel positiv aufgefasst, da die gebotene Flexibilität gleichzeitig eine gewisse Freiheit bietet. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass die Implementierung von mobilem Lernen langfristig zu geringeren Kosten beitragen kann, da beispielsweise Ausgaben für Anfahrt und Mitarbeiterausfall wegfallen. Da das Lernen elektronisch erfolgt, können Unternehmen leichter Analysen bezüglich des Lernerfolgs betreiben. Dadurch können sie sehen, wie bestimmte Mitarbeiter zurechtkommen und wo gegebenenfalls eine Optimierung des Lehrangebots notwendig ist. Zuletzt gilt es noch zu erwähnen, dass Ausbilder entlastet werden beziehungsweise weniger Personal erforderlich ist.

Zusammenfassend noch mal all die Vorteile, die mobiles Lernen Unternehmen bietet:

mobiles Lernen in Unternehmen

Angesichts dieser Vorteile ist es verwunderlich, dass bislang noch relativ wenige Unternehmen in der DACH-Region von der Lernform Gebrauch machen. Mit zunehmender Digitalisierung wird sich das aber voraussichtlich ändern, da Unternehmen gezwungen sein werden, sich der digitalen Transformation anzupassen. Das E-Learning mit dem Teilbereich des mobilen Lernens wird dabei unumstritten einen hohen Stellenwert einnehmen.

Voraussetzungen für die Implementierung der Lernform

Wie auch bei anderen digitalen Konzepten müssen Unternehmen einige Voraussetzungen erfüllen, um mobiles Lernen in den Aus- und Weiterbildungsprozess zu implementieren. Erst einmal braucht es die erforderliche Infrastruktur. Hierbei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Die erste Option wäre die Nutzung bereits vorhandener Apps oder webbasierter Anwendungen von Drittanbietern. Alternativ dazu kann das Unternehmen eine eigene Infrastruktur programmieren lassen, was aber zumindest kurzfristig höhere Kosten verursachen würde. Die Infrastruktur allein reicht aber noch nicht aus, denn es braucht noch die richtigen Inhalte. Was das für Inhalte sind, hängt von dem jeweiligen Unternehmen ab. Wichtig ist, dass die Inhalte verständlich präsentiert werden und mit den Unternehmenszielen in Einklang stehen.

Da das mobile Lernen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit erfordert, muss zudem dafür gesorgt sein, dass die Mitarbeiter implementierte Lehrmaßnahmen auch wirklich nutzen. Hierfür sind digitale Lernspiele bestens geeignet, da beispielsweise nach Abschluss eines bestimmten Themengebiets das Wissen des Mitarbeiters mittels eines Quiz abgefragt werden kann. Am besten liegt zudem eine Deadline vor, um einen gewissen Druck auf die Mitarbeiter auszuüben. Neben den genannten Faktoren sollten Möglichkeiten vorliegen, um den Erfolg der jeweiligen Bildungsmaßnahmen zu messen. Das kann entweder durch bereits in die Infrastruktur integrierte Funktionen oder separate Tools umgesetzt werden.

Beispiele für eine erfolgreiche Umsetzung des Konzepts

Es gibt viele Unternehmen, die das Konzept des mobilen Lernens erfolgreich umgesetzt haben. Ein Paradebeispiel ist der beliebte Vermittler von Hotelbuchungen Booking.com. Bereits im Jahr 2005 implementierte das Unternehmen ein E-Learning-Programm mit 150 verschiedenen Kursen. Die Maßnahme kam gut an und führte zu einer Zunahme von Mitarbeitern, die sich aktiv und eigenverantwortlich auf der Plattform weiterbildeten. Ein weiteres Erfolgsbeispiel wäre PayPal. Das Unternehmen investierte viel Geld in digitale Bildung, was zum einen die Anzahl der aktiv Lernenden verdoppelte und zum anderen zu einer Kostenersparnis von 25 % führte. Shell ging mit der Gründung seiner Shell Open University sogar noch eine Stufe weiter. Mitarbeiter bekommen auf der Plattform uneingeschränkten Zugriff zu den unterschiedlichen Lernmaterialien, darunter E-Books, Online-Kurse und Webcasts. Eine Maßnahme, die maßgeblich zur Schulung von fachkundigen Mitarbeitern beitrug.

Mobiles Lernen in Zeiten von Corona

Aktuell befinden wir uns inmitten einer Gesundheitskrise, die alle Bereiche unseres Lebens verändert. Im Zuge von Lockdowns, Forderungen nach sozialer Distanzierung und weiteren Einschränkungen steht die Welt auf dem Kopf. Trotz verhältnismäßig geringer Infektionszahlen ist die DACH-Region hiervon nicht ausgenommen. All diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass das mobile Lernen einen höheren Stellenwert einnimmt. Einerseits möchten sich viele Menschen bewusst nicht an Orten mit großen Menschenansammlungen aufhalten. Andererseits wurden von staatlicher Seite Maßnahmen eingeleitet, um mobiles Lernen voranzutreiben. Ein gutes Beispiel aus Deutschland ist eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Im Mai hat der Koalitionsausschuss bekanntgegeben, dass 500 Millionen Euro zur Förderung des digitalen Lernens freigemacht werden. Das Geld soll Schulen zukommen und vor allem dazu dienen, die erforderliche Ausstattung zu kaufen. Diese Maßnahme zeigt gut auf, wie das mobile Lernen gefördert wird. Langfristig wird das wahrscheinlich dazu beitragen, dass sich die Lernform durchsetzt.

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Von Umfragen bis zu Social Listening: Kundendaten erfolgreich erfassen und einsetzen

Von Umfragen bis zu Social Listening

Social Listening und die Analyse von Kundendaten helfen, Kundenbedürfnisse besser nachzuvollziehen und zu erfüllen. Die folgenden einfachen Methoden machen es möglich. Dabei gilt es, auch auf den Datenschutz zu achten.

Von Umfragen bis zu Social Listening

Die Themen dieses Artikels:

  • Gründe für das Erfassen von Kundendaten
  • Herausforderungen beim Erfassen von Kundendaten
  • 9 einfache Methoden zum Erfassen von Kundendaten
  • Sichern von Kundendaten
  • Fazit: Kundendaten sinnvoll nutzen

Wer hat es nicht schon einmal erlebt: Man sucht nach etwas im Internet und kurz darauf bekommt man auf Facebook Werbeanzeigen für das gleiche Produkt angezeigt. Ein Zufall? Unwahrscheinlich. Doch woher kennen Technologieunternehmen wie Facebook und Google unseren Suchverlauf und wie gelingt es ihnen, uns passende Produkte vorzuschlagen?

Die Unternehmen sammeln die Datenhinweise, die wir auf ihrer Website, in Onlineshops und überall sonst im Internet hinterlassen. Sie fügen diese Hinweise zusammen und identifizieren so Kunden mit hoher Konversionswahrscheinlichkeit, denen sie Werbung anzeigen können. Ohne Social Listening und andere Methoden zum Erfassen von Kundendaten wäre diese gezielte Ansprache nicht möglich.

In diesem Artikel erläutern wir, warum jedes Unternehmen Kundendaten sammeln sollte und wie dies möglich ist, ohne Datenschutzprobleme zu bekommen – und das auf möglichst kostengünstige Weise.

Gründe für das Erfassen von Kundendaten

Kunden interagieren auf vielfältige Weise mit einem Unternehmen. Sie entdecken es online, besuchen das Ladengeschäft, gelangen auf das Social-Media-Profil, sprechen mit einem Außendienstmitarbeiter, telefonieren mit dem Kundensupport und mehr. Bei all diesen Interaktionen hinterlassen sie Daten, die erfasst werden können. Diese Daten können Unternehmen zu verschiedenen Zwecken nutzen:

Werbe- und Marketingstrategien optimieren

Kundendaten bilden eine solide Grundlage für das Weiterentwickeln von Marketingstrategien. Sie zeigen, welche Anzeigen die meisten Kunden interessieren, welche Marketingmethoden am besten funktionieren und woher die meisten Kunden kommen (z. B. Einzelhandel, Onlinehandel oder E-Mail-Marketing). Mit diesen Informationen lassen sich Marketingkampagnen effektiver gestalten und mit personalisierten Anzeigen und Angeboten genauer auf die Kunden ausrichten.

Kundeninteraktionsdaten zeigen außerdem, wo es aktuell Probleme und Verbesserungspotenzial gibt, Beispielsweise bei einer langsam reagierenden Website oder langen Wartezeiten bei Kundenanrufen.

Personalisierte Services anbieten

Kundendaten sind eine Fundgrube an Informationen zu den Vorlieben, Abneigungen und Verhaltensmustern der Kunden. Aus ihnen lässt sich erkennen, wonach Kunden suchen, welche Produkte sie bevorzugen, auf welchen Plattformen sie am aktivsten sind, wie sie gerne mit der Marke interagieren möchten und mehr.

Darauf basierend kann ein Unternehmen personalisierte Dienstleistungen, Angebote oder Rabatte anbieten, die die Kundenzufriedenheit und damit auch die Konversionswahrscheinlichkeit stärken.

Herausforderungen beim Erfassen von Kundendaten

Beim Sammeln von Verbraucherdaten stehen Unternehmen vor zwei zentralen Herausforderungen:

Datenschutz- und Datensicherheitsgesetze

Das Thema Datenschutz ist hochaktuell: Unternehmen und Regulierungsbehörden haben in den letzten Jahren einige zusätzliche Gesetze zum Umgang mit Daten und ihrer Speicherung erlassen. Diese unterscheiden sich teils von Land zu Land. Wichtig sind unter anderem die folgenden Gesetze und Verordnungen:

  • DSGVO: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union reguliert die Erfassung, Speicherung und Nutzung von personenbezogenen Daten durch Unternehmen. Eine der zentralen Bestimmungen legt fest, dass für den Einsatz von Cookies die Einwilligung der Website-Nutzer*innen eingeholt werden muss und diese die Möglichkeit haben müssen, zuvor an das Unternehmen weitergegebene personenbezogene Daten einzusehen und zu löschen.
  • HIPAA: Wer Produkte außerhalb Deutschlands und Europas vertreiben möchte, muss sich zwingend mit den im jeweiligen Land geltenden Datenschutzgesetzen vertraut machen. Ein Beispiel ist der Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) in den USA, der den Umgang mit Patientendaten regelt und den Personen das Recht an ihren eigenen Gesundheitsinformationen gibt.
  • PCI DSS: PCI DSS ist ein Informationssicherheitsstandard, an den sich Unternehmen halten müssen, die Kreditkarten-Transaktionen übermitteln, speichern oder abwickeln.

Investitionen in Technologien und Tools

Kund*innen kommen an den unterschiedlichsten Punkten mit einem Unternehmen in Berührung. Wenn sämtliche Touchpoints abgedeckt werden sollen, muss in zahlreiche Datenerfassungstools investiert werden, beispielsweise für das Social Media Monitoring und das Erstellen von Formularen. Für manche Touchpoints sind möglicherweise noch nicht einmal entsprechende Tools verfügbar.

Allerdings müssen diese Tools nicht teuer sein: Im Folgenden wollen wir ein paar Tipps dafür geben, wie auch kostenlose Tools gewinnbringend eingesetzt werden können.

9 einfache Methoden zum Erfassen von Kundendaten

Die folgenden Methoden machen es möglich, kostengünstig Kundeninformationen an verschiedenen Touchpoints zu erfassen:

1. Web-Tracking-Techniken

Web-Tracking zeigt auf, wer eine Website besucht und wie er dorthin gelangt ist. Mithilfe von Cookies wird das Surfverhalten analysiert, einschließlich der besuchten Seiten, der auf jeder Seite verbrachten Zeit und mehr. Außerdem kann es Drittanbietern wie Facebook gestattet werden, ihre Cookies auf einer Website zu platzieren.

Viele Nutzer*innen betrachten Cookies allerdings als Verletzung ihrer Privatsphäre und mittlerweile ist es gesetzlich verpflichtend, ihre explizite Zustimmung vor dem Einsatz von Cookies einzuholen.

Cookie-Nutzung auf der Website der Vogue
Nutzerpräferenzen für die Cookie-Nutzung auf der Website der Vogue (Quelle)

2. Onlineformulare

Mit klassischen Onlineformularen lassen sich zentrale Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Personen, die mit dem Unternehmen interagieren, ganz unkompliziert erfassen. Dies bietet sich beispielsweise an, wenn jemand sich auf der Website anmeldet, ein kostenloses E-Book herunterlädt, sich für eine Testversion registriert oder einen Rabattgutschein anfordert. Ladengeschäfte können Papierformulare nutzen.

Die erfassten Daten sollten in der CRM– oder Marketing-Software eingespeist werden, damit sie zentral zur Verfügung stehen. Sie bieten Auskunft über die Demografie der eigenen Zielgruppe, zum Beispiel ihr Alter, ihre Region oder ihre Berufe.

Auch mit kostenlosen Tools zur Formularerstellung lassen sich mühelos ansprechende Web-Formulare erstellen.

Vorlagen für Web-Formulare in Formstack
Vorlagen für Web-Formulare in Formstack (Quelle)

3. Social Listening

Heutzutage ist es für die meisten ganz alltäglich, in sozialen Medien von ihren Erfahrungen mit Dienstleistungen zu berichten oder Produktbesprechungen zu teilen. Gleichzeitig erwarten sie, dass Unternehmen dort auf ihre Anfragen reagieren. Daher gilt es, aktiv zu verfolgen, was online über die eigene Marke gesagt wird.

Mit Social Listening-Tools (hier eine kostenlose Auswahl) lassen sich Beiträge und Gespräche in sozialen Medien analysieren, um die eigene Zielgruppe besser kennenzulernen. Social Listening-Tools erfassen Markenerwähnungen, erstellen Stimmungsbilder und erkennen häufige Themen in Gesprächen rund um eine Marke oder die Konkurrenz.

Markenerwähnungen in sozialen Medien mit Brand24
Analyse von Markenerwähnungen in sozialen Medien mit Brand24 (Quelle)

4. Umfragen und Abstimmungen

Umfragen und Abstimmungen sind die einfachste Möglichkeit, direktes Feedback und Antworten von Kund*innen einzuholen und gleichzeitig grundlegende Kundendaten wie Name, E-Mail-Adresse, Alter und Region zu erfassen. In Kombination mit den Umfrageantworten können so Kunden-Cluster mit ähnlichen Vorlieben erstellt werden, an denen sich die Marketingstrategie und die Produktentwicklung orientieren.

Umfragen und Abstimmungen können auf der Website, in sozialen Medien oder auch per E-Mail durchgeführt werden. Zu diesem Zweck gibt es einige Gratistools für Online-Umfragen.

Umfrageoptionen in SoGoSurvey
Umfrageoptionen in SoGoSurvey (Quelle)

5. Treueprogramme

Wenn Kund*innen sich bei einem Treueprogramm anmelden, geben sie meist persönliche Informationen an, die für das personalisierte Marketing genutzt werden können, zum Beispiel ihre Interessen oder ihren Wohnort. Die von Software für Kundenbindungsprogramme erfassten Daten sind außerdem für Cross-Selling, Upselling und Produktentwicklung nützlich.

Es bietet sich an, Kund*innen bei einem Kauf mit ihrer Treuekarte zu fragen, ob sie für ein paar Extrapunkte an einer langfristigen Untersuchung teilnehmen möchten.  Wer noch eine Kundenbindungssoftware benötigt, findet auch hier kostenfreie Optionen.

6. CRM-Software und Serviceteams

In CRM-Software werden zahlreiche Kundeninformationen gespeichert, die nur noch eingesetzt werden müssen, beispielsweise Kontaktdaten, Interaktionsverläufe und bevorzugte Servicekanäle. Für Unternehmen, die bisher noch keine CRM-Software zum Speichern und Organisieren von Kundendaten nutzen, lohnt sich die Investition definitiv. Für den Anfang reicht auch eine kostenlose CRM-Lösung.

Wichtige Kunden-Touchpoints sind natürlich auch das Vertriebspersonal und der Außendienst. Sie kennen die Probleme und Wünsche der Kunden im Detail und sollten unbedingt regelmäßig die Gelegenheit bekommen, von ihren Erfahrungen zu berichten.

Erfassen von Kundendaten in Weclapp Cloud CRM
Erfassen von Kundendaten in Weclapp Cloud CRM (Quelle)

7. Kundendatenplattformen (CDP)

CDP-Software erfasst und verwaltet Kundeninformationen aus verschiedenen Quellen automatisch. So entsteht eine Übersicht über alle bestehenden Kunden, die mit integrierten Analysefunktionen nach Standort, Alter, Kaufpräferenzen usw. segmentiert werden können.

Anders als bei CRM-Software können mit CDP-Software auch sehr große Datenmengen gespeichert werden, darunter grundlegende Daten zur Kundenidentität, unstrukturierte Interaktionsdaten und Daten zum Kundenverhalten. Die Integration von CDP-Plattformen und bereits vorhandener Software für Kundenservice und Marketing schafft ganzheitliche Kundenprofile, die Daten aus allen Tools umfassen. Kostenlose CDP-Tools erleichtern den Einstieg.

Erfassung und Zuordnung von Kundendaten aus mehreren Quellen
Erfassung und Zuordnung von Kundendaten aus mehreren Quellen in CustomerLabs CDP (Quelle)

8. Warenkorbanalysen

Die Analyse von Warenkorb- und Point-of-Sale-Daten (POS) gibt Aufschluss über Kaufverhalten und Kaufabsichten. Wenn jemand beispielsweise Windeln in den Warenkorb legt, hat er vermutlich ein Baby und könnte an Angeboten zu anderen relevanten Produkten interessiert sein.

POS– und E-Commerce-Daten verraten außerdem die bevorzugten Zahlungsmethoden der Kund*innen, ihre Markenwahl, durchschnittliche Ausgabetrends und Einkaufshäufigkeiten.

9. Recherchedienste von Drittanbietern

Dienstleistungen von Verbraucherforschungsunternehmen können zusätzliche Einblicke in Kundenvorlieben und Kaufverhalten liefern. Die Anbieter stellen Daten aus verschiedenen Quellen zusammen, darunter Umfragen, soziale Medien, Interviews und Fokusgruppengespräche.

Sie liefern Berichte mit demografischen Daten, die Vorlieben und Muster im Kaufverhalten von breiteren Kundensegmenten aufzeigen. Zum Analysieren der Vorlieben einzelner Personen sind sie meist weniger geeignet.

Sichern von Kundendaten

Alle erfassten Kundendaten müssen zwingend gut gesichert werden, um sie vor Hackern zu schützen, das Kundenvertrauen nicht zu verspielen und nicht zuletzt gesetzliche Regelungen einzuhalten. Dazu sind unter anderem die folgenden grundlegenden Maßnahmen unverzichtbar:

  • Daten verschlüsseln: Eine gute Verschlüsselung schützt die Daten davor, ausgespäht zu werden. Selbst wenn Hacker an die Daten gelangt sind, können sie sie ohne die richtigen Verschlüsselungsschlüssel nicht auslesen. Unter anderem sollten die Daten in CRM-Systemen, Treueprogrammen und Webformularen verschlüsselt werden, genau wie an allen anderen Orten, an denen personenbezogene Daten gespeichert werden.
  • Den Zugriff auf sensible Kundendaten beschränken: Nicht alle, die in einem Unternehmen arbeiten, brauchen auch Zugriff auf sämtliche Kundendaten. Deshalb sind Zugriffskontrollen mit festgelegten Zugriffsrechten (Anzeigen, Bearbeiten oder Löschen) für vertrauliche Kundendaten unverzichtbar. Hierfür sind Zugriffsmanagement-Tools hilfreich.
  • Die Sicherheit von Datenerfassungstools prüfen: Schlecht gesicherte Umfrage-, CRM- oder Web-Builder-Software wird schnell zum Einfallstor für Hacker. Deshalb sollte man Anbieter vor dem Kauf unbedingt fragen, ob sie Sicherheitsfunktionen (wie eine Verschlüsselung) anbieten, sichere Rechenzentren nutzen und sich verpflichten, die Daten nicht an Dritte weiterzugeben.
  • Eine rechtssichere Datenschutzerklärung nutzen: Spätestens seit Einführung der DSGVO ist eine Datenschutzerklärung auf jeder Website, die Daten erhebt, unverzichtbar. Um sicherzugehen, sollte man sich beim Erstellen der Datenschutzerklärung rechtlich beraten lassen. Dies ist generell empfehlenswert, bevor Kundendaten erfasst oder entsprechende Tools genutzt werden.
  • Personalschulungen zu Datenschutz und Compliance anbieten: 50 % der Datensicherheitsverletzungen geschehen aufgrund menschlichen Versagens. Ein Teil dieser Fehler kann verhindert werden, wenn das Personal ausführliche Schulungen zur Datenklassifizierung, Verordnungen wie der DSGVO und dem sicheren Umgang mit sensiblen Daten erhält.
Nutzerrichtlinien zur Zugriffsbeschränkung in Duo Security (Quelle)
Nutzerrichtlinien zur Zugriffsbeschränkung in Duo Security (Quelle)

Fazit: Kundendaten sinnvoll nutzen

Aus professionell erfassten und sicher gespeicherten Kundendaten lässt sich eine Menge Gewinn schlagen – wenn man sie richtig nutzt. Sie ermöglichen fundierte Geschäftsentscheidungen und die Personalisierung von Marketing und Kundenservice und helfen ganz grundlegend dabei, die eigenen Kunden überhaupt richtig kennenzulernen.

Beim Umsetzen der genannten Methoden lautet der Grundsatz: Achte auf den Datenschutz, analysiere die erfassten Daten mit geeigneten Tools und ziehe daraus konkrete, handlungsrelevante Schlüsse. 

Wirf einen Blick auf unser Verzeichnis mit erstklassig bewerteten Datenanalyse– und Business Intelligence-Tools, um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Auch in den anderen Softwarekategorien zu Datenerfassung, Social Listening und Datenanalyse findest du zahlreiche relevante Tools.

Wie geht’s jetzt weiter? Wirf einen Blick auf unser Verzeichnis der besten Business Intelligence Software.

Methodik und Haftungsausschluss

Die Marketing Personalization Survey wurde von GetApp im Dezember 2019 unter 406 Verbraucher*innen durchgeführt.  Die Befragten mussten in den USA wohnhaft sein und eigenen Angaben zufolge mindestens einmal monatlich online Nachrichten verfolgen und online einkaufen.

Die GetApp Consent Management Surve wurde von GetApp im November 2019 unter 390 Verbraucher*innen durchgeführt. Die Befragten mussten in den USA wohnhaft sein und eigenen Angaben zufolge mindestens einmal monatlich online Nachrichten verfolgen und online einkaufen.

Die GetApp Data Privacy & Consent Management Survey wurde von GetApp im November 2019 unter 178 Verbraucher*innen durchgeführt. Die Befragten mussten in den USA wohnhaft sein und eigenen Angaben zufolge in Vollzeit oder selbständig im Bereich Vertrieb, Marketing, Kundenservice oder IT tätig sein.

Hinweis: Die in diesem Artikel ausgewählten Anwendungen dienen als Beispiele, um Funktionen im Kontext zu präsentieren. Dies stellt keine Empfehlung von GetApp dar. Die Informationen stammen aus Quellen, die wir als vertrauenswürdig beurteilen.

Produktivität steigern: 8 Methoden hochproduktiver Angestellter

Produktivität steigern- 8 Methoden hochproduktiver Angestellter

Immer mehr Teams arbeiten im Homeoffice und nicht allen fällt es leicht, dabei motiviert zu bleiben. Mit den folgenden Tipps kannst du erfolgreich die Produktivität steigern.

Produktivität steigern- 8 Methoden hochproduktiver Angestellter

Wir alle kennen eine solche Person: Sie hat immer einen ordentlichen Schreibtisch, macht täglich um 16 Uhr Feierabend und schafft es dennoch, eher mehr statt weniger als nötig zu erledigen und jedes Quartal neues Lob zu erhalten. Und wir fragen uns, mit einem etwas neidischen Blick: Wie schafft sie das bloß?

Meist steckt dahinter kein großes Geheimnis, sondern eher kleine, aber konsequent umgesetzte Strategien. Für dich als Teamleiter*in stellt sich die Frage, wie du die Produktivität vom Rest deines Teams so steigern kannst, dass sie das Niveau deiner produktivsten Angestellten erreichen.

So könnte dein Team mit weniger Ressourcen und in kürzerer Zeit mehr erreichen und alle Teammitglieder würden von neuen Erfolgserlebnissen und mehr Freizeit profitieren.

8 Methoden, mit denen hochproduktive Angestellte ihre Produktivität steigern

Es gibt einige Methoden und Gewohnheiten, die viele besonders produktive Menschen gemeinsam haben.

Gib diese Empfehlungen an dein Team weiter, damit alle davon profitieren oder sie gleich gemeinsam ausprobieren können.

Taten sagen dabei mehr als Worte: Setze die Tipps selber um und zeige, wie schon ein paar kleine Veränderungen das ganze (Arbeits-)Leben ändern können.

1. Unangenehmes zuerst erledigen

Im Projektmanagement gibt es den Spruch: „Eat the frog first“ – iss als Erstes den Frosch. Damit ist gemeint, gleich mit einer schwierigen Aufgabe in den Tag zu starten, um sie hinter sich zu haben.

Besonders produktive Angestellte entscheiden sich gleich zu Beginn des Arbeitstags für eine Aufgabe von ihrer To-do-Liste, die sie besonders ungern machen und die andere vielleicht tagelang aufschieben würden, und erledigen sie gleich als Erstes: die Planung für ein Meeting mit dem Management, eine E-Mail an einen Anbieter, ein Telefonat mit einem komplizierten Stakeholder …

Das ist nicht einfach, aber es lohnt sich. Das wichtigste Ziel ist, vom negativen Gefühl vor einer schwierigen Aufgabe (Nervosität, Angst, Selbstzweifel) zum positiven Gefühl nach der Erledigung zu gelangen (Selbstvertrauen, Optimismus, Erfolgserlebnisse). Hochproduktive Angestellte lassen sich von diesem guten Gefühl erfolgreich durch den ganzen Tag tragen.

So gehst du mit gutem Beispiel voran:  Führe eine To-do-Liste und erledige als Erstes die herausforderndste oder unangenehmste Aufgabe, bevor du zu einfacheren Dingen übergehst. Wenn es einem deiner Teammitglieder schwer fällt, eine schwierige Aufgabe anzugehen, kannst du von deinen Erfahrungen und dem Erfolg mit dieser Methode erzählen.

2. Strategisch Pausen einlegen

Profisportler*innen wissen: Pausen sind genauso wichtig wie das Training selbst. Man könnte sie sogar als Teil des Trainings betrachten, denn sie sind die Zeit, in der die Muskeln sich regenerieren und aufbauen. Wer seine Leistung steigern will, plant die Pausen strategisch ein und nimmt sie genauso ernst wie den Workout – und wer sie vernachlässigt, läuft Gefahr, sich zu verletzen und startet mit wenig Energie in die nächste Runde.

Daraus können wir für unseren Arbeitsalltag so einiges lernen: Da wir Menschen sind und keine Cyborgs, schwinden unsere Aufmerksamkeit und Detailgenauigkeit mit der Zeit. Eine 20-minütige Pause nach den ersten Momenten der Unkonzentriertheit kann bewirken, dass wir danach wieder stundenlang fokussiert arbeiten können.

Laut Meg Selig von Psychology Today stärken Pausen die physische und emotionale Gesundheit, steigern unsere Produktivität, Motivation und Kreativität, lassen uns bessere Entscheidungen treffen und verbessern die Gedächtnisleistung.

So gehst du mit gutem Beispiel voran:  Mache „richtige“ Pausen, in denen du aufstehst und deinen Computer verlässt: Mach einen kleinen Spaziergang, setz dich mit einem Buch oder Sudoku in den Pausenraum oder koche Tee und frage die anderen, ob sie sich zu dir gesellen wollen.

Sprich mit deinem Teammitgliedern darüber, dass sie – auch wenn es kontraintuitiv klingt – ihre Produktivität steigern können, indem sie für kurze, strategische Zeiträume nicht arbeiten. Eine einfache und effektive Möglichkeit, dies umzusetzen (ohne nach jeder Viertelstunde Arbeit 20 Minuten Pause zu machen), ist die Pomodoro-Technik, die wir in Tipp 4 vorstellen.

3. Sich bewegen und dehnen

Bewegung bringt neue Energie und Konzentration, besonders, wenn Tipps 2 und 3 kombiniert und die Pausen für etwas sportliche Betätigung genutzt werden.

Wenn du nicht gerade ein Fitnessstudio neben dem Büro hast, muss das natürlich nicht heißen, gleich ein ganzes CrossFit-Training in die Kaffeepause zu packen, auch wenn du damit den Rest des Teams durchaus beeindrucken könntest.

Alltagstauglicher sind kurze Herz-Kreislauf-Trainings: ein schneller Spaziergang oder leichtes Joggen, Yoga, Treppensteigen oder ein paar Freiübungen draußen auf einer Wiese.

Falls du dich fragst, warum Angestellte ihre Produktivität steigern, indem sie ihren Computer eine halbe Stunde lang für ein Workout verlassen: Regelmäßige sportliche Betätigung verbessert erwiesenermaßen Konzentration, Gedächtnisleistung, geistige Ausdauer, Stimmung und Kreativität.

Julia Dellitt vom SELF Magazine erzählt, dass ihr regelmäßiges Training in der Mittagspause sie „zu einer produktiveren Mitarbeiterin und besseren Teamleiterin“ gemacht hat, die vor allem weniger gestresst ist und generell viel stärker auf genügend Bewegung achtet als zuvor.

So gehst du mit gutem Beispiel voran:  Schlag deinem Team vor, Besprechungen gelegentlich im Gehen durchzuführen: Ein Spaziergang in der Sonne ist doch viel reizvoller als ein schlecht beleuchtetes Büro! Falls du ein (aktuell oder dauerhaft) virtuelles Team führst, kannst du ein Brainstorming per Audioanruf durchführen und dem Team vorschlagen, Kopfhörer aufzusetzen und dabei spazieren zu gehen. Nutze auch selbst jede Gelegenheit, etwas Bewegung oder ein Training einzuschieben, damit die anderen sehen, dass es in Ordnung ist. Erzähle ihnen, dass bereits leichte sportliche Betätigung die Produktivität steigern und für mehr Konzentration sorgen kann.

4. Die Pomodoro-Technik nutzen

 

Pomodoro Technik
Eine klassischer für die Pomodoro-Technik verwendeter Timer in Form einer Tomate (Quelle)

Wenn wir schon länger im Projektmanagement tätig bist, bist du mit der Pomodoro-Technik vermutlich schon vertraut.

Sie wurde vor drei Jahrzehnten während seines Studiums von Francesco Cirillo entwickelt und gehört noch heute zu den beliebtesten Zeitmanagementmethoden weltweit.

Die Pomodoro-Technik funktioniert so:

  • Wäre eine Aufgabe, die du erledigen willst.
  • Stell dir einen Timer auf 25 Minuten. (Der klassische Pomodoro-Timer ist eine Küchenuhr in Form einer Tomate, aber es gibt mittlerweile auch zahlreiche Apps, die speziell für die Pomodoro-Methode entwickelt wurden, und nichts spricht dagegen, einfach den Timer deines Smartphones zu nutzen.
  • Arbeite an der Aufgabe, bis der Timer klingelt. Damit das System funktioniert, musst du in den 25 Minuten wirklich konzentriert arbeiten.
  • Danach hast du eine fünfminütige Pause, in der du kurz spazieren gehen, ein Getränk holen oder dich mit einem Kollegen unterhalten kannst.
  • Merk dir mit einer Liste, einer App, eine Reihe von Perlen oder einfach nur einem Notizzettel, wie viele Pomodoro-Intervalle du bereits erledigt hast. Nach vier „Pomodoros“ wird es Zeit für eine längere Pause von 15–30 Minuten, in der du dich bewegen, etwas essen oder einfach nur faulenzen kannst.

Das Schöne an der Pomodoro-Technik ist, dass sie auf sehr unkomplizierte Weise eine gesunde Balance zwischen Arbeitszeit und Pausenzeit schafft.

5 Schritte der Pomodoro-Technik
Die 5 Schritte der Pomodoro-Technik

Wenn ich dich auffordern würde, dich vor dem Mittagessen für drei Stunden hinzusetzen und auf eine einzige Aufgabe zu konzentrieren, wäre es nicht unwahrscheinlich, dass du die Motivation verlierst und deine Gedanken schweifen lässt. Wenn du dich aber nur 25 Minuten lang auf dieselbe Aufgabe konzentrieren und dann eine Pause einlegen sollst, dürfte es dir sehr viel leichter fallen, 25 Minuten lang produktiv zu bleiben.

So gehst du mit gutem Beispiel voran:  Kaufe gleich ein ganzes Set Tomaten-Timer, die du an dein Team verteilen kannst. So hast du den perfekten Anlass, ihnen die Vorteile der Pomodoro-Technik nahezubringen.

5. Den Tag produktiv beenden

Wer seinen Arbeitstag damit beschließt, einen trockenen Donut zu essen und eine Dreiviertelstunde lang Katzenvideos zu gucken, trägt keinen Impuls der Produktivität in den nächsten Tag. Stattdessen fühlst du dich unproduktiv und träge und bist schlimmstenfalls den Rest des Abends lang unzufrieden mit dir selbst.

Morgens hast du Mühe, dort weiterzumachen, wo du aufgehört hast, und hast am frühen Nachmittag keinen Elan mehr – und der Kreislauf beginnt von vorn.

„Es spielt eine zentrale Rolle, wie wir den Tag beenden, denn das beeinflusst maßgeblich, wie der nächste Tag beginnt“, sagt Lynn Taylor, Arbeitsplatzexpertin und Autorin, auf Forbes.

„Diese ersten und letzten Eindrücke bestimmen sehr stark, wie wir unsere Arbeit, unsere Einstellung und unser Produktivitätsniveau wahrnehmen. Das Ende des Tages stellt die Weichen für morgen und der Beginn des Tages stellt die Weichen für den Tag.“

Hochproduktive Angestellte zählen nicht die Stunden bis zum Feierabend, sondern setzen sich eine überschaubare Aufgabe als Ziel für das Ende des Tages. So können sie mit einem Erfolgsgefühl statt eines schlechten Gewissens den Computer ausschalten und mit einem guten Gefühl am nächsten Morgen weitermachen.

So gehst du mit gutem Beispiel voran:  Beende alle offenen Aufgaben und aktualisiere deine To-do-Liste, bevor du mit dem Team nach Feierabend in eine Bar gehst. Schreib den anderen über euren bevorzugten Kommunikationskanal: „Hey Leute, ich mach noch schnell diese Mail fertig und aktualisiere meine To-do-Liste für morgen, dann komme ich mit!“

Es geht nicht darum, damit anzugeben, sondern um Gelegenheiten, bei denen du erzählen kannst, wie diese Methode dir zu mehr und Energie Produktivität am nächsten Tag verhilft.

6. Mit der räumlichen Umgebung die Denkweise verändern

Die Arbeit von zuhause aus stellt uns alle vor neue Herausforderungen, doch manche von uns haben mehr Optionen, um mit ihnen umzugehen. Wenn du zu Hause ein richtiges Büro mit höhenverstellbarem Schreibtisch, angenehmer Beleuchtung, zwei Monitoren und guter Kaffeemaschine hast, bist du hervorragend ausgestattet. Wenn du momentan allerdings 23 Stunden des Tages in einer kleinen Einzimmerwohnung verbringst, ist dein Risiko für einen Burnout sehr hoch.

Es ist wichtig, Arbeitsplatz und Ruhebereiche getrennt zu halten, selbst wenn nur wenig Platz zur Verfügung steht. Wenn du auf dem Bett oder dem Sofa arbeitest, bist du erstens stärker in Versuchung, dich beispielsweise mit dem Fernseher oder einem Mittagsschlaf abzulenken, und hast zweitens später am Tag größere Schwierigkeiten, den mentalen „Arbeitsmodus“ zu verlassen und dich zu entspannen. Du musst das bequeme Sofa nicht den ganzen Arbeitstag über ungenutzt lassen – schließlich sind Pausen erlaubt und notwendig und solange du sie zeitlich beschränkst, kannst du sie ruhig mit einem Nickerchen verbringen.

Wenig Platz erfordert Kreativität: Meine Frau und ich wohnen in einer kleinen Zweizimmerwohnung und sie hat ihren Schreibtisch in einer Ecke des Schlafzimmers aufgestellt, während ich am Esstisch arbeite. Ein Kollege von mir hat sich einen Tisch in die Garage gestellt. Falls du diesen Artikel in der Zukunft nach dem Ende der COVID-19-Pandemie liest, hast du vielleicht auch die Möglichkeit, in einem Café oder einer Bibliothek zu arbeiten, um Arbeits- und Wohnbereich zu trennen.

So gehst du mit gutem Beispiel voran:  Achte bei Videokonferenzen darauf, dass der hinter dir sichtbare Raum ordentlich ist, egal ob es sich um dein Büro, dein Wohnzimmer oder an einem schönen Tag auch deine Terrasse handelt. Wenn du an Meetings teilnimmst, während du mit einer Schale Müsli in der Hand und einem Haufen Wäsche im Hintergrund auf deiner Couch liegst, wird der Rest des Teams denken, dass die Arbeit dir egal ist.

7. Technologie zum eigenen Vorteil nutzen

Wenn dir produktives Arbeiten schwer fällt, machst du dir möglicherweise Vorwürfe wegen deiner vermeintlichen mangelnden Disziplin oder Konzentrationsfähigkeit. Aber vielleicht sind es auch die dir zur Verfügung stehenden Tools, die dich zurückhalten.

Einer Kurzumfrage von Gartner zufolge (vollständiger Bericht für Kunden verfügbar) gaben 54 % der Personalverantwortlichen an, dass mangelhafte oder unzureichende Technologie und Infrastruktur die größten Hinderungsgründe für effektive Remote-Arbeit in ihrem Unternehmen seien.

Wenn dir seit dem Umzug ins Homeoffice ein externer Monitor oder eine Maus fehlen und du nicht mehr wie gewohnt arbeiten kannst, frag bei der IT-Abteilung an, ob sie dir die nötige Ausrüstung beschaffen können. Fragen schadet nie!

Es ist einfach, den Bedarf an Dingen zu erkennen, die du bereits einmal gehabt hast, aber wie findest du heraus, ob dir noch etwas fehlt, das erst durch die veränderte Situation notwendig geworden ist? Bezüglich der Software kannst du die IT-Abteilung um eine Überprüfung deines Systems bitten, um sicherzugehen, dass du über die aktuelle Version von allen nötigen Softwarelösungen verfügst. Die IT-Abteilung sollte dir im Homeoffice – zumindest weitestgehend – denselben Support bieten wie vor Ort im Büro.

Außerdem kann es hilfreich sein, deine Kolleg*innen nach ihren Tipps für Tools und Technologien zu fragen, die ihnen selbst dabei helfen, ihre Produktivität zu steigern. So findest du heraus, was vielleicht für dich selbst gut passt.

So gehst du mit gutem Beispiel voran:  Berichte deinem Team von deinen technologischen Erfolgen und Errungenschaften. Erzähl ihnen beispielsweise, dass du deinen externen Monitor aus dem Büro nach Hause bringen konntest, oder schreib ihnen: „Ich hab eine richtig gute kostenlose GTD-App gefunden, das hilft mir wirklich dabei, meinen Zeitplan im Blick zu behalten!“

8. Das Potenzial des Teams nutzen

Auch in anderen Bereichen lohnt es sich, das Team um Hilfe zu bitten: Wer Dinge gemeinsam angeht, kommt oft deutlich schneller voran. Das bedeutet nicht, den ganzen Arbeitstag im Team-Chat zu verbringen oder sämtliche Aufgaben zu delegieren. Doch es ist auch keine gute Idee, sich komplett zu isolieren in der Hoffnung, dadurch produktiver zu sein.

Wir sind produktiver, wenn wir gemeinsam mit Freund*innen arbeiten. Auch wenn eine räumliche Zusammenarbeit durch die Pandemie vielerorts unmöglich geworden ist, gibt es immerhin zahlreiche Tools, mit denen virtuelle Treffen ein Kinderspiel sind.

Allzu viele Meetings können jedoch bekanntermaßen den Arbeitstag zu stark unterbrechen, sodass einmalige Fragen lieber im Chat beantwortet werden sollten.

So gehst du mit gutem Beispiel voran:  Warte nicht darauf, dass jemand anderes die nächste virtuelle Kaffeepause vorschlägt oder den Chat im Kommunikationstool mit einer Frage belebt, sondern mach selbst den ersten Schritt. Behalte aber auch die Zeit der anderen im Blick: Ein tägliches einstündiges gemeinsames Frühstück wird sehr schnell zu viel.

Was ist dein Produktivitätsgeheimnis?

Den Tag mit einem Erfolgserlebnis beginnen, regelmäßige Pausen machen, sich bewegen, im Gespräch bleiben und den Tag positiv beenden: Mit diesen Tipps kannst du es schaffen, dass dein ganzes Team so handelt wie seine produktivsten Mitglieder. Und selbst wenn sie nur ein paar der Empfehlungen umsetzen, kann das schon einen spürbaren Unterschied machen.

Welche Methoden nutzen die produktivsten Mitglieder in deinem eigenen Team? Erzähl es uns in den Kommentaren!

Auf dem Blog von Capterra findest du noch mehr Tipps zum Thema Produktivität und Homeoffice:

Suchst du nach Projektmanagement-Software? Wirf einen Blick auf Capterras Liste der besten Projektmanagement-Softwarelösungen!

Studie: Virtual Reality im Online-Shopping – 17 % der Deutschen kaufen online mit VR ein

Studie- Virtual Reality im Online-Shopping

Virtuelle Realität (VR) ist eine Technologie mit vielen Anwendungsmöglichkeiten. Ursprünglich wurde sie für Bildungszwecke geschaffen, aber ihr Einsatz hat sich auf die Unterhaltungs- und auf die kommerzielle Ebene in der Wirtschaft ausgeweitet. So erleben immersive Technologien wie VR beim Einkaufen eine zunehmende Akzeptanz – vor allem, da einige Einzelhändler die Technologie in ihr Angebot für ihre Kunden integrieren. 

GetApp hat eine europaweite Studie mit 5080 Teilnehmern (darunter 1025 aus Deutschland) zur Nutzung von VR beim Online-Shopping durchgeführt. Die teilnehmenden Länder sind Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Spanien und das Vereinigte Königreich. Am Ende des Artikels befindet sich die Umfrage-Methodik. 

Studie- Virtual Reality im Online-Shopping

Highlights der Studie Virtual Reality im Online-Shopping:

  • 17 % der Deutschen haben bereits mit VR-Technologie online eingekauft, das liegt über dem europäischen Durchschnitt von 14 %. 
  • 43 % haben Inhalte oder Anzeigen als 360°-Videos angesehen. 
  • 36 % neigen durch die COVID-19-Pandemie stärker zur Nutzung von VR.
  • 45 % würden VR nutzen, wenn die Online-Shops, in denen sie üblicherweise einkaufen, die Technologie anbieten würden. 

Was ist virtuelle Realität?

Gartner definiert virtuelle Realität (VR) als computergenerierte 3D-Umgebung (einschließlich Computergrafiken und 360-Grad-Videos), die einen Nutzer umgibt und auf die Handlungen eines Individuums auf natürliche Weise reagiert, normalerweise durch immersive, am Kopf angebrachte Displays. Gestenerkennung oder Handheld-Controller ermöglichen die Verfolgung von Hand und Körper und haptisches (oder berührungsempfindliches) Feedback kann integriert werden. Raumgestützte Systeme bieten ein 3D-Erlebnis, während Nutzer sich auf großen Flächen bewegen, und können mit mehreren Teilnehmern verwendet werden.

 

Die virtuelle Realität kann schnell mit Augmented Reality (AR) verwechseln werden. Mit Hilfe von AR, kann die reale Welt um zusätzliche Grafiken und Informationen bereichert werden. So können Nutzer beispielsweise sehen wie Möbel in ihrer Wohnung aussehen oder verschiedene Brillen anprobieren. Die virtuelle Realität dagegen ist eine computergenerierte 3D-Umgebung.

Virtuelle Realität im Online-Shopping

Wie wird die virtuelle Realität beim Online-Shopping eingesetzt? Die Erfahrung ähnelt einem virtuellen Museumsbesuch, bei dem Besucher einen 3D-Raum betreten, sich darin bewegen und die ausgestellten Objekte betrachten können. Beim Online-Shopping können Nutzer die zum Verkauf stehenden Produkte betrachten, mit ihnen interagieren und weitere Informationen zu ihnen abrufen. Im folgenden Video kannst du sehen wie dies in einem virtuellen Supermarkt aussieht. 

 

Nicht alle Geschäfte haben die Kapazität oder das Interesse, einen so komplexen Raum wie in dem vorherigen Beispiel zu schaffen. Die VR-Erfahrung kann ebenfalls für bestimmte Produkte, anstatt den gesamten Shop geschaffen werden. Zuerst muss die 3D-Umgebung erzeugt werden. Weiterhin benötigt der Kunde zur Nutzung eine VR-Brille oder ein Smartphone montiert in einer entsprechenden Halterung, um es am Kopf anzubringen.

In Deutschland wird VR am häufigsten zum Online-Shoppen genutzt 

In Europa ist die Nutzung der virtuellen Realität fürs Online-Shoppen noch nicht üblich, es besteht jedoch Interesse an der Technologie. Deutschland führt bei der VR-Nutzung im europäischen Vergleich.

Studie: Virtual Reality im Online-Shopping in Europa

Auch wenn in Deutschland lediglich 17 % mit der VR-Technologie eingekauft haben, zeigt sich jedoch ein deutlicher Trend, da 46 % an VR interessiert sind. 

Das Profil eines VR-Shoppers in Deutschland

Wer nutzt VR zum Online-Shoppen, welche Technologie wird verwendet und welche Produkte am häufigsten gekauft? Im Folgenden wollen wir uns das Profil eines VR-Online-Shoppers genauer anschauen.

Profil eines deutschen VR Shoppers

VR-Supermärkte sowie VR-Möbelgeschäfte haben großes Potenzial. Kunden fehlt beim Lebensmitteleinkauf online das Einkaufserlebnis. In einem VR-Supermarkt wird das Erlebnis virtuell nachgestellt und kommt relativ nah an das echte Erlebnis ran (jedoch ohne Nachteile wie an der Kasse anstehen zu müssen). Weiterhin können Kunden Informationen wie Inhaltsstoffe und Nährwerte zu den ausgewählten Produkten abrufen. 

In einem VR-Möbelgeschäft kann der Kunde auf der eignen Couch sitzen, während er nach einer neuen Couch sucht. Kunden können Farbe, Textur, Größe, Form etc. virtuell konfigurieren und sich besser vorstellen, wie die Couch im eigenen Wohnzimmer aussehen würde und wie sie sich anfühlen würde. Dies fehlt in einem 2D-Onlineshop.  

36 % neigen durch die COVID-19-Pandemie stärker zur Nutzung von VR

Die Krise beschleunigt die Durchdringung und das Interesse von vielen neuen Technologien. Auch wenn momentan noch nicht so viele Konsumenten VR nutzen, geben jedoch 36 % in unserer Umfrage an, durch die Pandemie stärker an VR interessiert zu sein. 

Die Teilnehmer geben folgende Hauptgründe dafür an, VR zu nutzen bzw. in Zukunft nutzen zu wollen: 

  • Kunden können ein ähnliches Kauferlebnis wie im realen Geschäft erleben, ohne das Haus zu verlassen (58 %).
  • Das Infektionsrisiko während der Pandemie wird reduziert z. B. durch weniger Interaktionen mit Menschen oder da keine Kleidung anprobiert werden muss, die zuvor von anderen Personen anprobiert wurde (49 %).
  • Kunden erhalten mehr Informationen über das Produkt und können eine bessere Entscheidung treffen (40 %).

Durch VR kann ein virtuelles Einkaufserlebnis geschaffen werden, das Kunden das Gefühl gibt, in einem echten Geschäft zu sein. Dieses Erlebnis kann geschaffen werden, ohne aus dem Haus zu gehen, was vor allem in der momentanen Krise von Vorteil ist. 

Das Tragen von Masken, langen Schlagen vor Läden und Umkleidekabinen sowie das Infektionsrisiko während der Interaktion mit anderen steigern das Interesse an Online-Shopping-Technologien wie AR und VR. Augmented Reality ist bereits weiterverbreitet und genutzt als die virtuelle Realität. Dies liegt ebenfalls an der einfachen Nutzung der Technologie über eine Smartphone-App.

Warum hebt VR nur langsam ab?

Tuong Nguyen, Principal Research Analyst bei Gartner zufolge, gibt es folgende wesentliche Hindernisse, warum VR noch nicht abgehoben ist. 

Das größte Hindernis für die breite Einführung immersiver Technologien ist das Fehlen eines guten User-Experience-Designs. Das Design von 3D-Oberflächen ist schwierig und teuer, und es gibt nur wenige Personen, die über die notwendigen Designfähigkeiten verfügen, um diese Probleme zu überwinden. Herausforderungen wie die sogenannte Motion Sickness müssen überwunden werden. „Niemand will ein Gerät oder eine Erfahrung kaufen, die einem Kopfschmerzen bereitet,” meint Tuong Nguyen.

Obwohl VR den Verbrauchern bereits zur Verfügung steht, ist es noch nicht über einen Nischenmarkt hinausgekommen. Um in den Mainstream einzusteigen, muss VR-Hardware zwei wichtige Merkmale aufweisen: Die Hardware und die zugrunde liegende Technologie muss einfach zu verwenden und zu einem erschwinglichen Preis erhältlich sein.

Laut unserer Umfrage würden 61 % nicht mehr als 300 Euro für eine VR-Brille oder ein VR-Headset ausgeben. Ganze 19 % würde die VR-Brille nur verwenden, wenn sie kostenlos vom Shop bereitgestellt wird.

360º-Videos sind deutlich beliebter als 3D-Shopping

360º-Videos können aufgenommen, bearbeitet und in der virtuellen Realität angewendet werden. Dieses Videoformat kann mit einer speziellen Brille oder einem Smartphone auf einem Headset betrachtet werden. Auf diese Weise können Nutzer sich um 360º drehen und die gesamte Szene um sich herum sehen. 360º-Videos können auch mit der Maus navigiert werden, wie du in dem folgenden Beispiel sehen kannst.

In Deutschland wurden 360º-Videos bereits von 43 % angesehen. Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit an zweiter Stelle. 

360 Grad Videos in Europa

360º-Videos helfen Produkte besser zu verstehen

Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass 360º-Videos Nutzern helfen eine bessere Kaufentscheidung zu treffen, da sie damit die Produkte besser verstehen. Ebenfalls wird ein unterhaltsames Shopping-Erlebnis von den Konsumenten als Vorteil angesehen. 

360°-Videos in Onlineshops

Knapp die Hälfte der Deutschen würde VR zum Online-Shoppen nutzen

Der Durchbruch von VR im Online-Shopping erfordert noch Zeit, einen Mentalitätswandel und Investitionen auf Händler- und Kundenseite. Die Deutschen stehen VR jedoch sehr offen und interessiert entgegen. 45 % geben an, dass sie VR nutzen würden, wenn die Online-Shops, in denen sie üblicherweise einkaufen, die Technologie anbieten würden. 

Die Anwendung der virtuellen Realität in Online-Shops ist nicht einfach. Viele Händler stehen vor der Frage, ob ein VR-gestützter Supermarkt wie ein realer Supermarkt aussehen muss, was einen hohen Aufwand und Investitionen bedeutet. Oder reicht es, wenn Einzelhändler die virtuelle Umgebungen nutzen, um Kunden Erfahrungen über die Produkte sammeln zu lassen? Hierzu gibt es noch zu wenige Untersuchungen und Empfehlungen. 

Sicher ist jedoch: Den Verbrauchern ein maßgeschneidertes Einkaufserlebnis zu bieten, bei dem sie bequem von zu Hause aus einkaufen können, wird für Einzelhändler von zentraler Bedeutung sein, wenn sie den neuesten Anforderungen der Verbraucher gerecht werden wollen. 

Wie geht’s jetzt weiter? Wirf einen Blick auf unser Verzeichnis der besten VR Software.

*GetApp befragte zwischen dem 1. und 25. August 2020 insgesamt 5080 Verbraucher aus Deutschland (1.025), Spanien (1.014), Frankreich (1.007), den Niederlanden (1.028) und dem Vereinigten Königreich (1.006) zur Akzeptanz von neuen Technologien beim Einkaufen.

Nutzerstudie zu Online-Shopping Trends in Zeiten von Corona

Nutzerstudie zu Online-Shopping Trends in Zeiten von Corona

Wie hat sich das Online-Kaufverhalten durch die Krise verändert und was sind Online-Shopping Trends in 2020? Das zeigt Capterras neue Studie* mit 1000 Teilnehmern aus Deutschland.

Nutzerstudie zu Online-Shopping Trends in Zeiten von Corona

Fast jeder Deutsche shoppt online. So geben 95 % der Deutschen an, in diesem Jahr etwas online eingekauft zu haben. Durch die Krise steigt die Anzahl der monatlichen Online-Einkäufe etwas an und Produkte, die vorher im stationären Handel gekauft wurden, wurden zum ersten Mal online bestellt. 

Auch der Staat möchte den Konsum ankurbeln, der unter der Pandemie gelitten hat, und senkt vorübergehend die Mehrwertsteuer auf 16 %

Wir wollten wissen, wie sich das Kaufverhalten deutscher Verbraucher durch die Krise verändert hat, welche Zahlungsoptionen jeder Online-Shop anbieten sollte und wie es mit dem Wachstum von Käufen per Spracheingabe und in sozialen Medien steht.

Highlights der Studie:

  • 60 % brechen ihren Online-Kauf ab oder wechseln zur Konkurrenz, wenn der Online-Shop ihre bevorzugte Zahlungsmethode nicht anbietet.
  • 28 % waren schon einmal oder mehrfach Opfer eines Online-Shop-Betruges.
  • 42 % lesen Kundenbewertungen auf Webseiten von Drittanbietern, um die Sicherheit eines Online-Shops zu überprüfen.
  • 27 % haben schon mal Produkte in sozialen Medien oder per Spracheingabe gekauft.

Wie Corona das Online-Einkaufsverhalten verändert 

Deutsche Konsumenten kaufen während der Krise etwas häufiger online ein, als vor COVID-19. Angesichts der strengen sozialen Distanzierungs-Maßnahmen ist diese Erhöhung nachvollziehbar und sinnvoll. 

Online-Shopping während Corona

Anstatt jedoch zu früheren Gewohnheiten zurückzukehren, zeigt unsere Umfrage, dass diese Erfahrung für einige Kunden dauerhaft verändert, wie sie einkaufen wollen. Auf die Frage, ob die Befragten glauben, dass sich ihr Einkaufsverhalten durch die Krise geändert hat, antworten 46 % mit Ja. 

Unter diesen Teilnehmern:

  • Werden 23 % häufiger in Online-Shops einkaufen als vorher. 
  • 16 % werden Produkte online einkaufen, die sie zuvor in lokalen Geschäften gekauft haben.
  • 7 % werden es aufgrund des Infektionsrisikos vermeiden, in physische Geschäfte zu gehen.

21 % wollen weiterhin Lebensmittel online bestellen

Einige Branchen profitieren von der Krise. So bestellten 42 % der Konsumenten bestimmte Produkte zum ersten Mal während der Krise. 

Zu den meisten Erstbestellungen gehören:

  • Kleidung, Schuhe oder Sportausrüstung (16 %)
  • Lebensmittel (15 %)
  • Haushaltswaren oder -geräte (10 %)

Vor allem der Online-Lebensmittelhandel hat es in Deutschland schwer. Der Bereich der schnelllebigen Verbrauchsgüter (FMCG) konnte bisher nur geringe Marktanteile erobern. Der E-Commerce-Gesamtumsatz in Deutschland lag 2019 bei 59,2 Milliarden Euro, wovon der FMCG-Bereich lediglich 5,2 Milliarden abzweigte. 

Eine Nielsen Analyse zeigt, dass Deutsche besonders beim Thema Frische auf den stationären Handel vertrauen. Lediglich jeder zehnte Konsument glaubt, dass die Qualität im Online-Handel gleich ist. Fast jedem zweiten Verbraucher fehlt außerdem beim Online-Kauf das Produkterlebnis vor dem Supermarktregal. Ein weiterer Grund der Zurückhaltung ist, dass die Deutschen von der europaweit höchsten Geschäftsdichte an Supermärkten verwöhnt und somit daran gewöhnt sind, bei beliebigen Händlern um die Ecke einzukaufen.

Capterras Studie zeigt, dass der Lebensmittel-Handel einen Zuwachs in der Krise aufgezeigt hat. Wir wollten weiterhin wissen, ob sich das Einkaufsverhalten der Deutschen langfristig durch die Krise ändern wird. 21 % der Konsumenten, die Lebensmittel zum ersten Mal während der Krise bestellt haben, wollen das auch weiterhin tun. 

60 % brechen den Online-Kauf ab oder wechseln zur Konkurrenz, wenn ihre bevorzugte Zahlungsmethode nicht verfügbar ist

In vielen Ländern ist die Frage nach den Online-Zahlungsarten mit „Kreditkarte und PayPal“ hinreichend beantwortet. In Deutschland dagegen wollen viele Kunden ihre Kreditkarten online nicht verwenden. Stattdessen gibt es einen Mix an Präferenzen (von der klassischen Überweisung zu verschiedenen e-Payment Services), auf die sich Onlinehändler einstellen müssen.

Die beliebtesten Zahlungsarten in Online-Shops sind: 

1. Paypal (62 %)

2. Zahlung per Rechnung (40 %)

3. Zahlung per Lastschrift (25 %)

4. Kreditkarte (23 %)

5. Mobile Zahlung-Apps teilen sich den fünften Platz mit Zahlung per Vorkasse (9 %)

Das Anbieten der (zumindest) ersten vier Zahlungsarten lohnt sich, da sie sich direkt auf den Umsatz des Online-Shops auswirkt. Potenzielle Kunden kaufen nur, wenn sie ihre bevorzugte Bezahloption finden. 

So brechen laut Capterras Ergebnissen 60 % den Kauf ab oder suchen das gewünschte Produkt in einem anderen Online-Shop, wenn ihre bevorzugte Zahlungsmethode nicht vorhanden ist.

Wichtigkeit von Zahlungsmethoden in Onlineshops

Wie Konsumenten die Sicherheit eines Online-Shops beurteilen

Leider hat es einen Anstieg der Fälle von Betrugs-Websites gegeben, die gefälschte Produkte vermarkten – oft im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Ziel dieser Schein-Websites ist es, persönliche Informationen sowie Kreditkartendaten von ahnungslosen Verbrauchern zu erhalten. So sind 28 % der Deutschen Online-Shopper schon einmal oder mehrfach einem Betrug eines Online-Shops zum Opfer gefallen.

Wir wollten wissen, wie Kunden prüfen, ob ein Online-Shop sicher ist, um den Gefahren des Online-Betrugs zu entgehen:

  • 42 % lesen Kundenbewertungen auf Websites von Drittanbietern.
  • 40 % prüfen, ob die Website per SSL verschlüsselt ist.
  • 35 % beurteilen die Sicherheit nach dem Ruf des Onlineshops.

Die Wichtigkeit von Kundenbewertungen

Die Online-Reputation von Unternehmen ist ein erfolgsentscheidender Faktor. Sie wirkt sich positiv auf die Marke und den Umsatz aus. Ein ganz wichtiger Aspekt der Online-Reputation sind nutzergenerierte Online-Bewertungen. 

Laut einer Umfrage von Capterra vertrauen Kunden Online-Bewertungen mehr als persönlichen Empfehlungen von Freunden. 26 % der Kunden lesen vor jedem Kauf Online Kundenbewertungen, 48 % geben an oft Reviews im Internet zu lesen und 22 % gelegentlich. Lediglich 4 % der Deutschen lesen nie oder selten Online-Reviews vor dem Kauf eines Produkts.

Unternehmen kennen ihre Kunden und sollten wissen, welche davon zufrieden sind. Unternehmen können diese positiv zum Unternehmen eingestellten Kunden direkt anschreiben und um eine Bewertung bitten. Es ist wichtig selbst aktiv zu werden und nicht nur zuzuschauen. Unternehmen können sich auf einige wichtige Portale konzentrieren und hierfür aktiv Kundenbewertungen sammeln (beispielsweise mit dem Anbieten einer Prämie pro abgegebener Bewertung). 

Für Online-Shops ist das Sammeln von Kundenbewertungen auf den Plattformen Trusted Shops und eKomi entscheidend. Neben Bewertungen ist für Händler das Trusted Shops Güte­siegel wichtig. Das Gütesiegel sagt aus, dass der Shop umfang­reiche Qualitäts­kriterien erfüllt und ver­antwor­tungs­voll mit Kundendaten umgeht.

Kunden achten auf eine SSL-Verschlüsselung

Ein schneller Hinweis darauf, dass eine Website über ein SSL-Zertifikat verfügt, ist die Suche nach dem Vorhängeschloss-Symbol in der Suchleiste. 

SSL-Verschlüsselung

Beispiel einer per SSL verschlüsselt Website 

Sobald ein Online-Shop eingerichtet ist, trägt das Hinzufügen eines SSL-Zertifikats zur Website zu deren Sicherheit bei, indem es Hackern den Zugriff auf private Kundendaten (wie Kreditkarteninformationen) verwehrt.

Viele Software-Plattformen für den elektronischen Handel enthalten SSL und HTTPS als Standard in ihren kostenlosen Web-Hosting-Angeboten, aber Einzelhändler sollten dies bei der Wahl eines Anbieters stets überprüfen. 

Online-Shopping Trends Kauf via Spracheingabe und Social Media

Wir wollten wissen, welche Trends sich im Online-Shopping entwickeln. Die Mehrzahl der Deutschen nutzt neue Shopping-Kanäle noch nicht. Es zeichnet sich jedoch ein Trend in Richtung Voice Commerce bzw. Kauf per Spracheingabe mit Siri, Google Assistant, Alexa oder Cortana und Social Commerce bzw. Shopping in sozialen Median wie Instagram, Facebook und TikTok ab. Es ist ein starker Anstieg dieser noch frischen Kanäle zu erwarten. 

Neue Online-Shopping Kanäle

Voice Commerce

Laut der E-Commerce Trends Studie aus 2020 von idealo.de besitzen 26 % der Befragten ein Smart Home Gerät (im Vorjahr waren es 17 %), wohingegen 57 % schon Sprachassistenten auf ihrem Smartphone genutzt haben. Die Hauptverwendung liegt dabei im Abrufen von Informationen, Musik hören, Telefonieren/Nachrichten schreiben und im Bedienen von Smart-Home-Anwendungen. Das Schlusslicht bildet das Bestellen von Produkten per Spracheingabe.

Kunden können auf natürliche Weise mit einem Bot interagieren und einzelne Details in einem informativeren Gespräch erfragen. Der E-Commerce Trend bietet die meisten Vorteile bei wiederkehrenden Käufen und Käufen mit geringem Involvement (beispielsweise dem Bestellen von Batterien).

Auch wenn das Online-Shoppen via Spracheingabe bequem ist, bringt es doch einige Nachteile mit sich. Laut der idealo Studie, spricht gegen die Nutzung von Sprachassistenten die Angst vor versehentlichen Bestellungen und das der Assistent mithört.

Social Commerce

Social Commerce ist ein E-Commerce-Begriff, der die Online-Kaufaktivität beschreibt, die über soziale Netzwerke stattfindet. 

Im Laufe der Jahre haben sich die sozialen Netzwerke immer weiter in das Einkaufserlebnis des Verbrauchers integriert. Heute können Unternehmen über soziale Kanäle auf globaler Ebene direkt an Kunden verkaufen und sich gleichzeitig an lokale Kunden wenden. Zu den beliebtesten Social Commerce-Kanälen gehören Snapchat, Instagram, Facebook Marktplatz, Pinterest und TikTok. 

Scrollen Nutzer durch Instagram und sehen die Werbung einer Tasche, an der sie interessiert sind, so können sie direkt auf die Schaltfläche “Kaufen” klicken und die Tasche bestellen. Der Bezahlvorgang wird ausschließlich über Instagram abgewickelt und nicht über die Website oder das Einzelhandelsgeschäft des Anbieters. Für den Kunden ist dies sowohl zeitsparend als auch bequem. 

Die Hauptvorteile für Händler des Social Commerce sind dabei: 

1. Soziale Medien sind ein stetig wachsender Marktplatz: Nicht nur die Nutzung von sozialen Medien steigt, sondern auch die Interaktionen von Nutzern mit Produkten. So gibt beispielsweise Instagram an, dass 60 % der Menschen neue Produkte auf Instagram entdecken.

2. Anbieter können neue Zielgruppen erreichen: So können sich Anbieter nicht nur an jüngere Zielgruppen richten, sondern auch Interessenten erreichen die beispielsweise durch die Ausgangsbegrenzungen oder das Home-Office nun mehr Zeit am Smartphone verbringen.

3. Erfolge in Social Commerce sind leicht messbar: Ein großer Vorteil des Social Shopping ist die einfache Erfolgsmessung. Social Media Analyse hilft Einzelhändlern dabei, sich darüber zu informieren, wie sie ihre Produktlinie in Zukunft entwickeln und welche Social-Media-Marketing-Posten die meisten Verkäufe eintreiben.

Was bedeuten diese Online-Shopping Trends für Händler?

Um das wichtigste zusammenzufassen: Angebotene Zahlungsarten, Kundenbewertungen und die Sicherheit durch SSL-Verschlüsselung haben in Deutschland direkten Einfluss auf das Vertrauen und den Umsatz eines Online-Shops. Händler können diese Faktoren aktiv beeinflussen und somit den Ruf ihres Online-Shops verbessern. 

Unternehmen sollten bei der Wahl einer Online-Shop-Software auf eine integrierte Zahlungsabwicklung achten, sowie auf SSL und HTTPS. Weiterhin können sie Review Management Software einsetzen. Mit der Software können Unternehmen Erfahrungsberichte und Nutzerbewertungen erfassen. Die Software unterstützt bei der Reaktion auf negative Rückmeldungen und Verbesserung der Kundenwahrnehmung des Produkts oder der Dienstleistung.

Die Shopping-Kanäle Voice und Social Commerce sind in Deutschland noch wenig genutzt. Es lohnt sich jedoch diese Kanäle im Auge zu behalten, da sie stark am Wachsen sind. 

Willst du mehr erfahren? Dann wirf einen Blick auf unser Online-Shop Software Verzeichnis, um weitere Produkte zu entdecken.

*Methodik der Umfrage

Um die Daten für diesen Report zu sammeln, haben wir im Juli 2020 eine Online-Umfrage unter 1013 Teilnehmern durchgeführt. Qualifizierte Teilnehmer sind in Deutschland ansässig, über 18 Jahre alt, haben in diesem Jahr online eingekauft und erfüllen eines der folgenden Kriterien: In Vollzeit angestellt, in Teilzeit angestellt, freiberuflich tätig, Vollzeitstudium, im Ruhestand oder ich habe während der Krise meinen Job verloren. 55 % der Teilnehmer sind männlich und 45 % weiblich. Die Teilnehmer kommen aus verschiedenen Gehalts- und Altersklassen.