5 kostenlose Bildbearbeitungsprogramme im Test: Die Top Photoshop Alternativen

Die Top 5 kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme & Photoshop Alternativen

1. Pixlr
2. Gimp
3. Photoscape X
4. Fotor
5. Polarr Photo Editor

Wenn man an Bildbearbeitungsprogramme denkt, fällt einem als erstes Adobe Photoshop ein. Photoshop ist König, wenn es um Bildbearbeitung geht. Trotz zahlreicher Vorteile gegenüber der Konkurrenz, hat der Weltmarktführer eine große Schwachstelle: den Preis. Es gibt auf dem Markt der Bildbearbeitungsprogramme einige kostenlose Optionen, auf die es sich lohnt, einen Blick zu werfen.

Wir haben 5 der besten kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme getestet. Mit diesen Tools kannst du deine Bilder perfekt aussehen lassen, ohne auch nur einen Pfennig für teure Bearbeitungssoftware auszugeben. Auf dieser Liste werden Nutzer fündig, die nach einer vollwertigen Photoshop Alternative suchen, die mit Masken und Ebenen arbeitet. Ebenfalls sind Tools für diejenigen dabei, die an einem einfachen Werkzeug für die schnelle Bildbearbeitung interessiert sind.

5 kostenlose Bildbearbeitungsprogramme im Test: Die Top Photoshop Alternativen

Die Top 5 kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme im Test

1. Pixlr


Pixlr ist ein browserbasiertes Tool, das die Funktionen eines Bildbearbeitungsprogramms und eines Bilderzeugers kombiniert. Du kannst also ein Foto bearbeiten sowie eine Grafik von Grund auf neu erstellen, indem du verschiedene gerenderte Effekte, Formen und Filter miteinander kombinierst.

Vorteile

Ein Vorteil des Tools ist, dass man wie in Photoshop oder Gimp (um ein kostenloses Tool dieser Liste zu nennen) mit Ebenen arbeiten kann. Du kannst dich aus einer Reihe von Mischmodi bedienen. Ebenso lassen sich die Masken gut bedienen, sodass du mit Bildüberlagerungen spielen kannst. Das ist sehr hilfreich, um Grafiken zu erstellen, die Foto mit Pinseln, Text, Formen, gerenderten Bildern und so weiter kombinieren. Die Benutzeroberfläche von Pixlr ist ähnlich wie in Photoshop aufgebaut, sodass es für Photoshop-Nutzer einfach ist, die Werkzeuge und Registerkarten zu finden. 

Ebenfalls konnte das Bürstenwerkzeug in unserem Test überzeugen. Du kannst in Pixlr benutzerdefinierte Pinsel/Bürstensets hinzufügen und Optimierungen an denjenigen vornehmen, die du bereits hast. Es gibt eine große Anzahl an Voreinstellungen für Renderfilter. Weiterhin ermöglicht Pixlr seinen Nutzern Kurven, Pegel, Helligkeit, Farbbalance usw. anzupassen.

Nachteile

Pixlr ist nicht das beste Werkzeug, um Grafiken mit Text zu erstellen. Das Tool bietet lediglich Standardfunktionen wie Schrift auswählen, Schriftgröße anpassen, Text ausrichten und Farben ändern. Das ist bereits alles. Du hast keine Kontrolle über Textfelder und musst Texte manuell unterbrechen.

Wir haben einen weiteren Nachteil beim Arbeiten in Pixlr bemerkt: Wenn du rein und wieder raus zoomst, kann es passieren, dass der Text und deine angewendeten Filter nicht proportional skaliert werden. Wenn du dein Bild also während des gesamten Bearbeitungsprozesses nicht in der gleichen Größe betrachten möchtest, können einige Schritte verloren gehen.

Du kannst sowohl abgeflachte Bilder (als PNG und JPG) als auch PSD-Dateien mit abgeflachten Ebenen in Pixlr öffnen. Erwarte von Pixlr jedoch nicht, dass es komplexe PSD-Dateien mit intelligenten Objekten importiert. Du kannst deine Grafiken in JPG, PNG, TIFF und auch als PXD (Pixlr’s Open File) speichern – beachten jedoch, dass dieses Dateiformat nicht von Photoshop unterstützt wird.

Extra Hinweis: Pixlr Nutzer erhalten einen Geschenk-Gutschein für 25 GB Speicherplatz auf Dropbox.

kostenloses Bildbearbeitungsprogramm Pixlr Screenshot von Pixlr 

2. Gimp


Gimp ist ein desktopbasiertes Tool, das du kostenlos sowohl auf Windows als auch auf Mac herunterladen kannst. Wir haben für unseren Test die Desktop-Version für MAC ausprobiert. Wie in Pixlr ermöglicht Gimp das Arbeiten mit Ebenen und es gibt eine Reihe von Mischmodi mit denen du spielen kannst. Nutzer haben ebenfalls die Möglichkeit, wie in Photoshop, mit Kanälen und Pfaden zu arbeiten. 

Vorteile

Gimp bietet seinen Nutzern unendlich viele Optionen. Du kannst im Grunde jeden Parameter auf den Pinseln, die du benutzt, anpassen. Weiterhin gibt es eine Reihe von Feineinstellungen für Farben, Kurven, Belichtung usw. Außerdem ermöglicht Gimp die Bildschirmansicht beim Testen von Filtern zu teilen, sodass du vorher/nachher leicht miteinander vergleichen kannst. Es gibt einige Werkzeuge zum Erstellen und Bearbeiten von Vektorformen, mit denen Gimp zu einer Option wird, Fotos mit gezeichneten Elementen zu kombinieren.

Neben der Bearbeitung der Grundlagen, wie Schriftart, Größe, Ausrichtung und Farbe, ermöglicht Gimp seinen Nutzern (im Gegensatz zu Pixlr) Textfelder anzupassen. Gimp eignet sich daher besser für das Kombinieren und Arbeiten mit Text und Bild. 

Nachteile

Gimp kann hilfreich sein, um sowohl Bilder zu bearbeiten als auch Layouts zu erstellen, die Grafiken mit Foto und Text kombinieren. ABER, beim Test zeigte Gimp einige Probleme, die uns beim Arbeiten mit dem Tool gestört haben: 

  1. Manchmal geht der Cursor verloren und erscheint an einer anderen Stelle wieder – das liegt wahrscheinlich an Problem Nummer zwei.  
  2. Die Verarbeitung von Aktionen in Gimp dauert länger als bei anderen Tools. Legst du besonders Wert darauf schnell zu arbeiten, würden wir daher Pixlr empfehlen.
  3. Das Hauptproblem für uns (wobei es vermutlich anderen Nutzern ähnlich ergehen wird) liegt darin, dass die meisten Bildbearbeitungsprogramme eine ähnliche Benutzeroberfläche mit lediglich geringfügigen Variationen in den Menüs, Schaltflächen und Verknüpfungen aufweisen. Wenn du zu einer anderen Software wechselst, ist die Anpassung und Erlernbarkeit im Allgemeinen einfach und schnell. In Gimp erscheinen die Werkzeuge jedoch an anderen Stellen. Das hört sich nicht nach einem großen Nachteil an, erschwert und verlangsamt jedoch das Arbeiten in dem Tool, da man anfänglich lange nach verschiedenen Werkzeugen suchen muss. 
  4. Gimp bietet seinen Nutzern zahlreiche Funktionen und Optionen, was auf der einen Seite ein großer Vorteil des Tools ist. Auf der anderen Seite werden durch die Vielzahl der Optionen leider einfache Aufgaben verkompliziert. Klickst du zum Beispiel auf die Schaltfläche “Neue Ebene”, wird nicht nur eine neue Ebene geöffnet. Zuerst öffnet sich ein Fenster, in dem Nutzer die Ebene benennen, Tags hinzufügen, Opazität definieren, Mischmodus usw. festlegen müssen.

PNG und JPG sowie PSD-Dateien mit abgeflachten Ebenen funktionieren einwandfrei in Gimp. Komplexere PSD-Dateien mit intelligenten Objekten werden geöffnet, können aber einige Eigenschaften verlieren.

Dateien können in vielen verschiedenen Formaten exportiert werden, worunter JPG, PNG, BMP, TIFF, GIF und EPS gehören. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, die Datei als Gimp Open File zu speichern, wie bei Pixlr ist diese jedoch nicht in Photoshop editierbar.

 

kostenloses Bildbearbeitungsprogramm gimp screenshotScreenshot vom Bildbearbeitungsprogramm Gimp 

3. PhotoScape X


PhotoScape X ist ein leistungsstarkes Tool, welches auf dem Smartphone und auf Desktop (sowohl Windows als auch Mac) verwendet werden kann. PhotoScape X vereint alle Funktionen, die du bei herkömmlichen mobilen Bildbearbeitungsprogrammen wie VSCO Cam oder PIXLR Express finden kannst. Das Tool ist eine Freemium-Software, die es Nutzern ermöglicht, Bilder kostenlos zu erstellen und zu optimieren. In der PRO-Version der Software werden erweiterte Funktionen angeboten.

Auf der Registerkarte “Editor” können Nutzer folgendes tun: 

  1. Tiefen, Klarheit, Temperatur usw. anpassen – und dies funktioniert ziemlich gut.
  2. Filter hinzufügen – genauso wie bei der Bearbeitung eines Fotos in Instagram. Einige der Filter sind dabei kostenlos, andere müssen bezahlt werden.
  3. Es können ebenfalls Rahmen und Lichteffekte hinzugefügt und alles kann in Bezug auf Größe, Deckkraft, Farbe usw. bearbeitet werden.
  4. Darüber hinaus können Grafiken, Sticker und weitere visuellen Elemente hinzugefügt werden. Dies gibt Nutzern Flexibilität bei der Bearbeitung ihrer Bilder, da eigene Sticker oder Grafiken woanders anfertigt und anschließend einfach in PhotoScape X geladen werden können.
  5. Obwohl Nutzer keine Ebenen für die Bildkorrekturen verwenden können, ist jedes eingefügte Element mehrschichtig, sodass mit Mischmodi, Deckkraft, Farben usw. gespielt werden kann.

Die Registerkarte “Tools” bietet einige interessante Optionen zum Ausprobieren wie den Pinsel zum Zeichnen, Verzerrungswerkzeuge und weichere Haut- und Mosaikeffekte. Die Pinseltypen der kostenlosen Version sind jedoch etwas eingeschränkt. Nutzer können Bilder in ein Moodboard, eine Collage oder ein animiertes GIF mit verschiedenen Optionen (Übergänge definieren, die Zeit für jede Folie einstellen und Text hinzufügen) gruppieren.

Eine weitere interessante Funktion ist, dass Fotos in Stapel gruppiert und einige Bearbeitungen an allen Fotos gleichzeitig durchgeführt werden können. Sollen also einige deiner Bilder den gleichen Vignetteneffekt haben, lässt sich das einfach und schnell durchführen.

Eine tolle Sache ist, dass PhotoScape X PSD-Dateien öffnen kann. Die PSD-Datei wird in PhotoScape X abgeflacht, trotzdem ist diese Funktion nützlich, falls du kein exportiertes Bild der benötigten Datei hast. Dateien können in JPG, PNG, BMP, TIF und GIF gespeichert werden.

Photoshop Alternative PhotoScape-X screenshotScreenshot von der Photoshop Alternative PhotoScape X

4. Fotor


Fotor ist ein Tool, das auf Desktop (sowohl auf Windows als auch Mac) verwendet werden kann. 

Fotor vereint die am häufigsten verwendeten Funktionen mobiler Bildbearbeitungsprogramme und stellt sie in einem einfachen Bearbeitungsprozess dar. Du wirst folgende Schritte durchlaufen, um am Ende dein fertiges Bild exportieren zu können:

  1.  Szenen – hier findest du einige Filteroptionen (wie Blitz, Landschaft, Sand/Schnee usw.).
  2. Zuschneiden – hier kannst du den Winkel, die Drehung und die Größe deines Fotos korrigieren.
  3. Anpassen – in diesem Schritt kannst du mit dem Tool spielen und Farben, Kurven, Vignetten, usw. editieren. Der Nachteil dabei ist, dass du keinen bestimmten Bereich zum Bearbeiten auswählen kannst. Jede Änderung, die du vornimmst, wird also auf das gesamte Bild angewendet. Wir empfehlen Fotor daher lediglich für eine grundlegende Bearbeitung deiner Bilder. Bearbeitungen, die darüber hinausgehen, wie beispielsweise das Entfernen und Hinzufügen von Elementen, sind in dem Tool nicht möglich.
  4. Effekte – in diesem Schritt kannst du noch einmal Filtervoreinstellungen anwenden. Hier wird etwas doppelt gemoppelt, Schritt 4 und 1 könnten miteinander kombiniert werden.
  5. Ränder
  6. Texturen – im Grunde genommen findest du hier einige Bildüberlagerungs-Optionen (Kratzer, Regentropfen, usw.) ähnlich wie bei PhotoScape und Polarr, jedoch mit weniger Optionen.
  7. Fokussierungseffekte
  8. Und als letzten Schritt das Textwerkzeug. Das Text-Tool ist das Highlight von Fotor, da es sich von den anderen Programmen der Liste abhebt. Du hast die volle Kontrolle über die Schriftart und das Textfeld: so kannst du es beispielsweise drehen und den vertikalen und gleichmäßigen Zeichenabstand steuern.

Da Fotor nicht mit Ebenen arbeitet, wird jeder Schritt direkt in das Bild verarbeitet. Sobald du also zu einer anderen Registerkarte wechselst, kannst du die letzte Aktion nicht mehr rückgängig machen. Führst du verschiedene Bearbeitungen in unterschiedlichen Registerkarten durch, musst du alles zurückzusetzen, wenn du einen Schritt rückgängig machen willst.

Da die Software nicht komplex ist, lässt sich die Oberfläche wirklich einfach und intuitiv bedienen. Fotor öffnet nur abgeflachte Bilder und speichert auch Bilder als JPG, PNG, BMP und TIF.

Photoshop Alternative fotorScreenshot vom Bildbearbeitungstool Fotor 


5. Polarr Photo Editor


Polarr ist ein Tool, das du sowohl auf deinem Mac als auch auf deinem Windows-PC herunterladen kannst. Polarr kombiniert die Funktionen von Fotor und PhotoScape mit einigen Personenbearbeitungs-Tools wie beispielsweise Gesichter erkennen und Hauttöne sowie Augen-, Mund-, Nasen-, -höhe, -breite, -helligkeit, usw. anpassen.

In Polarr findest du im Grunde fünf verschiedene Registerkarten:

  1. Filter – es gibt eine große Auswahl an kostenlosen Filter-Voreinstellungen. 
  2.  Grafiken – einschließlich Textfelder, Formen und Trennwänden, mit denen du ein Layout über dein Bild legen kannst.
  3. Retusche – welches dir ermöglicht, Gesichter anzupassen und Objekte zu entfernen.
  4. Format – hier kannst du Bilder zuschneiden, spiegeln, die Größe ändern, etc.
  5. Und schließlich die Bildüberlagerungen – Die Bildüberlagerungen beinhalten im Grunde alles, was man sich vorstellen kann (Staub, Kratzer, Texturen, Wolken, Verläufe, Hintergründe usw.). Hier stehen dir alle Möglichkeiten offen, da du einfach ein oder mehrere PNG mit transparentem Hintergrund über dein Foto ziehen kannst. 

Der Vorteil des Tools ist, dass jeder Effekt für jede dieser Registerkarten in einer neuen Ebene angewendet wird. Dadurch kann alles einzeln bearbeitet und die Reihenfolge und Transparenz geändert werden. 

Der große Nachteil von Polarr ist jedoch, dass in der kostenlosen Version nur 1 Bild pro Tag exportiert werden darf.

Ob du nach einer funktionsreichen Photoshop-Alternative oder nach einem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm zur schnellen Bearbeitung deiner Bilder suchst, auf dieser Liste ist für jeden was dabei.

kostenloses Bildbearbeitungsprogramm polarrScreenshot von der Photoshop Alternative Polarr

 

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